Anbau der Hanfpflanze

Was gibt es schöneres als legal anbauen zu dürfen? Genau deswegen growen Hanffreunde aus Uruguay, Kalifornien und anderswo ihr eigenes Weed. Wie? Das erfährst du hier!

Keimlinge der Hanfpflanze in einem Topf als erstes Anbauergebnis

Gründe für den Eigenanbau

Unabhängigkeit vom Dealer, Schutz vor Streckmitteln und freie Sortenwahl – dafür wurde früher angebaut. Heute boomt der Eigenanbau besonders wo er legal ist.

Blühende Hanfpflanze aus legalem Eigenanbau in Colorado

Warum Hanf anbauen?

In verschiedenen Ländern und Regionen ist der Hanfanbau für Volljährige erlaubt oder entkriminalisiert. Zu den berühmtesten Beispielen zählen Uruguay, die US-Bundesstaaten Colorado und Kalifornien sowie Kanada, Südafrika und Mexiko – außerdem bald auch Luxemburg!

In Spanien ist der Anbau für den Eigenbedarf in den eigenen 4 Wänden nicht strafbar. In Holland werden bis zu 5 Pflanzen „geduldet“. In Österreich darf immerhin bis zur Einleitung der Blüte angebaut werden. In der Schweiz ist der Eigenanbau von CBD-Gras mit weniger als 1 % CBD-Gehalt erlaubt.

All das ist kein Blankoscheck. Denn wenn Behörden keinen Eigenbedarf erkennen können oder nachweisen, dass bestimmte Vorschriften nicht eingehalten oder notwendige Meldepflichten umgangen wurden, wird es ungemütlich!

Achtung

In den meisten Ländern ist Hanfanbau verboten. Folgende Ausführungen dürfen daher  keinesfalls für illegale Aktivitäten genutzt werden. Dieser Artikel soll informieren, nicht anstiften. Informiere dich daher vorab und rechtssicher, was bei dir erlaubt ist und was nicht.

Doch warum überhaupt anbauen wenn gutes Weed legal erhältlich ist?

Dafür gibt es mehrere Antworten:

  1. Nicht jedermann hat an seinem Wohnort eine Verkaufsstelle für legales Cannabis. Doch wenn der Anbau legal ist, dann ist Selbstversorgung oft die einzige Möglichkeit um gutes Weed zu genießen.
  2. Nicht immer und überall werden die Sorten angeboten die man gerne möchte. Für den Eigenanbau steht jedoch ein riesiges Samensortiment zur Verfügung, welches ermöglicht die verschiedensten Sorten auszuprobieren.
  3. Auch legal gekauftes Gras kann mit Pilzen kontaminiert, überdüngt oder mit Pflanzenschutzmitteln belastet sein. Nicht jedermann ist bereit sich für ein bische Spaß seine Gesundheit zu gefährden.
  4. Geschmacklich schmeckt gekauftes, nicht ausreichend gespültes Gras einfach nicht gut. Oft wird von kommerziellen Growern vergessen kurz vor der Ernte die Blüten durch Spülung von Düngerrückstände zu befreien oder diese richtig auszuhärten.
  5. Legales Cannabis ist als gefragte Medizin und beliebtes Genussmittel teuer. Nicht jeder kann sich sein Lieblingsgras oder gar seine dringend benötigte Medizin leisten. Viele Hanfnutzer setzten daher auf Selbstversorgung.
  6. Zuletzt macht es vielen einfach Spaß, Pflanzen anzubauen. Jeder der schon mal eine Tomaten oder Paprika angebaut hat weiß, wie schön es sein kann, den eigenen Sprösslingen beim Wachsen zuzusehen.

Und welcher Hobbygärtner ist nicht Stolz darauf, seinen Liebsten das eigene Gemüse zu servieren?!

Anbaumöglichkeiten

Die Möglichkeiten Hanf anzubauen richten sich nach der jeweiligen Gesetzeslage, den Anbaubedingungen, dem Budget, den Anbauzielen und den Anbauerfahrungen.

Hanfpflanze auf einer Terasse als Eigenanbaumöglichkeit

Welche Möglichkeiten gibt es Hanf legal anzubauen?

Während Nutzhanf in vielen Ländern mit Anbaugenehmigung ohne weiteres angebaut werden darf, sieht es beim Eigenanbau noch anders aus. Ob legal angebaut werden kann, richtet sich stark nach der jeweiligen Rechtslage zum Eigenanbau.

Rechtslage zum Eigenanbau

Nach dem Vorbild von Uruguay haben mehrere US-Bundesstaaten und Kanada entschieden, Cannabis zu legalisieren. In anderen Ländern habe Gerichte den Eigeanbau entkriminalisiert oder es fehlt an Gesetzen, die den Eigenanbau verbieten.

Die nachfolgende Übersicht soll zeigen in welchen Ländern und Regionen privater Hanfanbau möglich ist, ohne dafür strafrechtlich verfolgt zu werden (ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit):

  • Österreich – Eigenanbau bis zur Einleitung der Blüte legal
  • Schweiz – Eigenanbau von CBD-Gras legal bei max. 1% THC
  • Luxemburg – Vollständige Legalisierung samt Eigenanbau in Kürze
  • Uruguay – Eigenanbau von 6 Pflanzen legal bei max. 480 g Jahresertrag
  • USA – Eigenanbau erlaubt u.a. in Alaska, Colorado, Kalifornien, Oregon
  • Kanada – Eigenanbau von 4 Pflanzen möglich
  • Mexiko – Vollständige Legalisierung samt Eigenanbau in Kürze
  • Kolumbien – Eigenanbau von 20 Pflanzen legal
  • Chile – Eigenanbau laut Rechtsprechung nicht illegal
  • Spanien – Eigenanbau nicht illegal soweit Pflanzen öffentlich nicht einsehbar
  • Niederlande – Eigenanbau von 5 Pflanzen laut Rechtsprechung nicht illegal
  • Tschechien – Eigenanbau von 5 Pflanzen gilt „nur“ noch als Ordnungswidrigkeit
  • Südafrika – Privater Anbau für den persönlichen Verbrauch legal

Rechtslage in Deutschland

Deutschland muss sich in Sachen Eigenanbau noch gedulden.

Zwar wurden in der Vergangenheit in wenigen Fällen befristete Ausnahmegenehmigungen für den medizinischen Eigenanbau erteilt. Seit Cannabis jedoch auf Rezept erhältlich ist, haben die betreffenden Patienten ihre Sondererlaubnis wieder abgeben müssen.

Stattdessen dürfen spezialisierte Firmen mittels Ausschreibungsverfahren Cannabis zu medizinischen Zwecken anbauen dürfen. Für Privatpersonen sieht es dagegen düster aus.

Eine Entkriminalisierung oder Legalisierung ist erst bei einem Regierungswechsel zu erwarten. Am stärksten setzten sich hierfür die Grünen ein (vollständige Legalisierung) gefolgt von den Linken (Entkriminalisierung) und der FDP (Modellprojekte).

Wenn du also als Deutscher anbauen willst, dann musst du auswandern , die richtige Partei wählen und abwarten oder – soweit deine Krankenkasse eine Kostenübernahme für medizinisches Cannabis ablehnt – eine Ausnahmegenehmigungen für den medizinischen Eigenanbau erwirken!

Weitere Infos zum legalen Status von Cannabisanbau in den USA findest du bei Leafly. Bist du in Europa heimisch, dann hilft dir der Sensi-Seeds-Artikel „Rechtliche Situation von Cannabis in Europa: Das müssen Sie wissen“ weiter.

Standorte und Anbaubedingungen

Ob und wie du anbauen kannst, hängt nicht nur von den rechtlichen Rahmenbedingungen ab, sondern auch von den verfügbaren Standorten und den dort vorherrschenden Anbaubedingungen.

  • Indooranbau

    Unter isolierten Bedingunge lassen sich in einer Growbox unter Kunstlicht so gut wie jede verfügbare Hanfsorte anbauen. Auch der Anbau am Fenster und im Wintergarten zählen zum Indooranbau.

  • Outdooranbau

    Für so gut wie alle Klimazonen stehen spezielle Outdoor-Samen zur Verfügung. Angebaut wird meist im eigenen Garten oder versteckt in der Natur.

  • Gewächshausanbau

    Wer ein Gewächshaus sein Eigen nennt, kann sagenhafte Erträge erwirtschaften. Das tropische Treibhausklima und das natürlichen Sonnenlicht lassen Hanfpflanzen nahezu explodieren!

  • Balkonanbau

    Der eigene Balkon ermöglicht bei gewisser Tarnung und kleinen Sorten einen diskreten Eigenanbau. Passende Samen sorgen für gute Qualität und ausreichende Erntemengen.

Die meiste Homegrower haben einmal mit Outdooranbau oder einer Hanfpflanzen auf der Fensterbank oder dem Balkon angefangen.

Diese Vorgehensweise ist durchaus nachvollziehbar. Denn das Budget für teure Anbauausrüstung hat nicht jeder.

Und so wird oft erst mit zunehmender Erfahrung aus einem Outdoor-, Fensterbank- oder Balkon-Grower ein richtiger Indoor-Gärtner, der auch vor teureren Equipment nicht zurückschreckt.

Nicht zuletzt aus Sicherheits- und Diskretionsgründen sowie dem Bedürfnis nach einer besseren Kontrollierbarkeit und Qualität, wagen immer mehr Hanfgärtner den großen Schritt zum Indooranbau unter Kunstlicht.

Dabei eröffnet sich jenen Growern eine ganze Palette an Möglichkeiten besonders hochwertige und exotische Indoor-Sorten anzubauen.

Keimung

Wenige Tage nach Aussaat der Hanfsamen, beginnen diese mit der Keimung – der Grundstein für einen neuen Lebenszyklus ist gelegt.

Keinmling der Hanfpflanze wenige Tage nach der Aussaat

Zuerst entwickelt sich aus dem Samen ein Keimling. Dieser verwandelt sich nach 1–2 Wochen in einen Sämling mit ersten kleinen Blattfingern.

Ausgesetzt werden nur die Sämlinge. Keimlinge würden auf vorgedüngte Erde und andere Umwelteinflüsse sehr empfindlich reagieren. Sämlinge werden daher auch als Setzlinge bezeichnet.

Sobald sich nach 2–4 Wochen erste größere Blattpaare bilden, hat der Sämling die Verwandlung in eine heranwachsende Hanfpflanze vollzogen.

Nach weiteren 2–4 Wochen Wachstum und 4–12 Wochen Blütezeit findet die ersehnte Ernte der Hanfpflanze statt.  

Hinweis

Weitere Infos zum Lebenszyklus von Cannabis erfährst du im Sensi-Seeds-Blogartikel „Der Lebenszyklus von Cannabis: Vom Samen bis zur Ernte“.

Wie lange dauert die Keimung von Hanfsamen?

Die Keimung von Hanfsamen dauert nicht lange. Oft sind Keimlinge schon nach 3 Tagen sichtbar. Bei älteren Hanfsamen kann es bis zu 2 Wochen dauern.

Sollte anfangs kein Keimling zu sehen sein, lohnt es sich nach spätestens 7 Tagen nachzuschauen. Manchmal werden Keimlinge durch Gießwasser tief unter die Erde gespült oder liegen unter Erdklumpen begraben!

Hanfsamen von hochwertigen Züchtern haben in der Regel eine Keimquote von 100%. Dennoch liest man häufig in Kommentaren, dass Grower unzufrieden mit der Keimquote des gekauften Saatguts sind.

Meist liegt dies aber nicht an der Qualität der Samen, sondern am falschen Handling beim Keimprozess.

Wie sollen die Hanfsamen gekeimt werden?

Um Hanfsamen zu keimen gibt es mehrere Möglichkeiten. Jeder Grower hat seine eigene bevorzugte Methode auf die er schwört.

Folgende Keimmethoden werden besonder häufig angewandt:

  • Keimung im Wasserglas

    Manche Grower weichen die Samen zuerst 35 Tage in Wasser ein. Sobald sich erste Wurzeln zeigen, werden die Keimlinge in Aufzuchterde umgebettet. Allerdings besteht die Gefahr, dass die Samen „ertrinken“.

  • Keimung zwischen Papiertüchern

    Sobald sich ein Keimling gebildet hat, wird dieser mittels Pinzette in ein Gefäß mit Anzuchterde verfrachtet. Nachteil der Methode ist, dass die Papiertücher schnell austrocknen und daher einer ständige Überwachung erfordern.

  • Keimung in Torfquelltöpfen

    Torfquelltöpfe werden ebenfalls oft empfohlen. Der Nachteil dabei ist jedoch die geringere Keimquote. Die hohe Dichte des durchnässten Torfsubstrats führt nicht selten dazu, dass Samen ersticken.

  • Keimung in Anzuchterde

    Viele bevorzugen daher die sicherere Keimung in Anzuchterde. Ideal ist dafür hochwertige Anzuchterden zu verwenden! Die Samen werden in ein fingernageltiefes Loch eingesetzt und immer leicht feucht gehalten.

  • Keimung im Minigewächshaus

    Ein Minigewächshaus lohnt sich bei sehr früher Anzucht. Oft sind Aufzuchtschalen bereits beim Kauf dabei. Upgegradet werden kann dieses mit einer Heizmatte und einer Leuchtstoffröhre.

  • Keimung draußen

    Wer direkt draußen in die Erde aussäen möchte, der braucht entweder einen dicken Geldbeutel oder ein sehr gut vorbereitetes Beet mit optimalem Schnecken- und Wildfraßschutz. Die Verlustquote ist draußen immer am höchsten. Sollte es unerwartet Frost geben, haben Keimlinge und Sämlinge keine Chance.

Wie keimen Hanfsamen am besten?

Hier streiten sich die Geister. Prinzipiell funktionieren alle Möglichkeiten. Vieles hängt auch vom Budget und den persönlichen Erfahrungen ab.

Die Keimung mit Papiertüchern wird z. B. von Sensi Seeds empfohlen. Grow Guru empfiehlt Papiertücher für Samen, Torftöpfe für Keimlinge, Anzuchtschalen für Sämlinge und ein Minigewächshaus mit Lichtunterstützung für ideale Anzuchtbedingungen.

Einfacher und kostengünstiger ist von Beginn an die Samen in hochwertige Anzuchterde zu geben. Dafür genügen sogar kleine Joghurtbecher oder Eierschalen auf der Fensterbank ausreichend Wärme und Licht vorausgesetzt!

Sobald die Setzlinge einen stabilen Eindruck machen, werden diese dann in ihr endgültiges Behältnis umgetopft oder an einer gut vorbereiteten Stelle ausgesetzt.

Wichtig

Nimm niemals vorgedüngte Pflanzenerde zur Aussaat und Aufzucht. Die Keimlinge würde „verbrennen“. Verwende spezielle Keimerde mit niedrigen EC-Werten. Viele Grower schwören hier auf CANNA Seed Mix Substrat 25L.

Wann Hanfsamen aussähen?

Das richtige Timing bei der Aussaat von Hanfsamen ist entscheidend für die künftige Entwicklung der Hanfpflanze. Richtig relevant ist dies allerdings nur bei photoperiodischen Outdoor-Sorten.

Folgender Aussaatkalender liefert eine grobe Orientierung nach Klimazonen:

Kühl / AlpinGemäßigtMediterranTropisch
NordhalbkugelAprilMärzFebruarJanuar
SüdhalbkugelNovemberOktoberSeptemberAugust

Idealer Aussaatzeitraum in Europa und Nordamerika ist Februar bis April. In Uruguay und Chile wird zwischen September und Oktober ausgesät. In Kolumbien im Januar. Unabhängig von der Klimazone sollte die Aussaat immer drinnen erfolgen!

Die Aussaat von Autoflowering-Samen erfolgt spätestens 3 Monate vor dem ersten Nachtfrost und frühestens 46 Wochen bevor Frühlingsfrost nicht mehr auftritt. Erst dann wird ausgesetzt.

Photoperiodische Hanfpflanzen brauchen länger als selbstblühende. Daher ist das Timing bei der Aussaat hier tatsächlich für alles Weitere ausschlaggebend.

Beim Indooranbau findet die Aussaat genau dann statt, wenn die Growbox wieder frei wird. Dies kann einige Wochen vor der Ernte sein oder erst nach der Ernte, wenn die Keimung unter Kunstlicht in der Growbox stattfinden soll.

Wie läuft die weitere Aufzucht ab?

Sobald aus dem Keimling ein Sämling geworden ist, kann mit den Vorbereitung für das Aussetzen oder Umtopfen begonnen werden.

Idealerweise wurde der Keimling in einem kleinen Gefäß mit Aufzuchterde aufgezogen und dort zum Sämling herangewachsen. Erste wenn eine Pflanzengröße von 3040 cm erreicht wurde, wird es Zeit für die neue Lebensphase als Hanfpflanze.

Das Sämlingsstadium muss beim Aussetzen soweit fortgeschritten sein, dass Fressfeinden keine Gefahr mehr darstellen. Mit der Weiterentwicklung des Sämlings in eine Hanfpflanze, verändert sich der Eigengeruch und die Anziehungskraft für Fressfeinde nimmt ab.

Auch Spätfrost sollte nicht mehr auftreten. Dies bedeutet für große Teile Europas bis zur kalten Sophie am 23. Mai zu warten. Risikofreudige Grower setzten ihre Pflänzchen jedoch oft schon früher aus.

Wenn es doch unerwartet zu Spätfrost kommt, können die Sämling zur Not mit Jutesäcken abgedeckt oder soweit in Töpfen gepflanzt  auch reingeholt werden.

Soll indoor angebaut werden, ist ohnehin der Griff zum Topf unausweichlich. Die nächste Lebensphase wird dann mit dem Umtopfen eingeläutet.

Umtopfen

Beim Anbau in Töpfen ist das Umtopfen der Sämlinge ein Muss. Allerdings bedeutet Umtopfen Stress und sollte daher nur einmal im Pflanzenleben erfolgen.

Sämling der Hanfpflanze bereit zum Umtopfen

Nachdem die Keimlinge zu Sämlingen geworden sind, erste Blätter gebildet und eine Wuchshöhe von 3040 cm erreicht haben, ist es Zeit diese umzutopfen.

Wichtig ist, dass du bereits zur Aussaat möglichst kleine Anzuchtgefäße verwendet hast, sodass sich ein starker Wurzelballen – das sogenannte Herz – gebildet hat.

Wenn eine neue Erdart verwendet wird, können sich die Wurzeln nicht sofort damit zurechtfinden. Dies hat zur Folge, dass zunächst die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt wird. Schlaffe Pflanzen und hängende Blätter sind dann typische Anpassungssymptome.

Ein kompaktes Wurzelgeflecht des Sämlings federn solche Umtopfeffekte gut ab. Gleichzeitig bildet das Wurzelherz die Basis für neues Wurzelwachstum.

Wird der Sämling in das endgültige Gefäß verpflanzt, sollte dies gut vorbereitet sein. Dazu wird ein ausgewählter Topf mit ca. 1/3 Blähton und 2/3 Growerde befüllt, jedoch am oberen Rand etwas Platz gelassen.

Nun wird ein kleine Kuhle gegraben, in die der Sämling hineingesetzt wird. Der Wurzelballen des Sämlings sollte dabei möglichst unangetastet bleiben.

Abschließend wird der eingesetzte Sämling noch mit frischer Wachstumserde rings um den Stamm bedeckt. Zur Stabilisierung wird diese leicht festgedrückt und angegossen.

Tipp

Am besten du besorgst dir noch vor dem Umtopfen den BioBizz All Mix als Growmedium und die Canna Aqua Clay Pebbles zur Drainage. Beides sind sehr hochwertige Produkte.

Topfwahl

Frisch umgetopfte Hanfpflanzen im endgültigen Topf

Der Hanfanbau in Töpfen ist die am meisten verbreitete Anbauform. Die Topfgröße beeinflusst direkt das Größenwachstum der Hanfpflanze.

Erfahrene Grower verwenden für die gewünschte Pflanzengröße eine geeignete Genetik und die dazu passende Topfgröße.

Das üblicherweise verwendete Topfvolumen ist 911 l. Manche Grower setzen auf wenige große Pflanzen und verwenden stattdessen 20-l-Töpfe. Besonders wenn Platz nach oben vorhanden ist, z. B. draußen oder im Gewächshaus.

Für die Fensterbank oder bei Tarnbedarf sind kurzwachsende Sorten und kleinere Töpfe sinnvoll. Selbiges gilt für die Anbaumethode „Sea of Green“, bei der viele kleine Pflanzen eng beieinander stehen.

Tipp

Der Spezialtopf Air-Pot Superoot sorgt für ein besonders starkes Wurzelwachstum und verbessert somit die Nährstoffaufnahme. Weitere Infos zum Topf findest du bei grow-shop24 und Grow Guru.

Wahl der Erde

Als Erde sollte eine vorgedüngte und luftige Pflanzenerde verwendet werden, die reich an Mikroorganismen ist.

Es lohnt sich hier eindeutig etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Spezielle Erdmischungen für Hanf sind auch hinsichtlich der PH- und EC-Werte gut voreingestellt.

Hochwertige Erde ist in der Regel frei von Ungeziefer wie z. B. Trauermücken, die man sich regelmäßig bei konventioneller Blumenerde ins Haus holt.

Vorgedüngte Erde muss in den ersten 46 Wochen nicht gedüngt werden. Von Anfang an sollte jedoch Mykorrhiza, Trichoderma und Wurzelbakterien verwendet werden. Dieses fördert das Wurzelwachstum und trägt so zu einer verbesserten Wasser- und Nährstoffversorgung der Pflanzen bei.

Tipp

Die Hanferde BioBizz ALL-MIX ist bereits mit Mikroorganismen angereichert. Zusätzlich förderst du die Pflanzengesundheit mit Mykorrhiza, Trichoderma und Wurzelbakterien. Für alle Lebensphasenmit lohnt sich zudem der organisch-mineralischer Dünger mit lebendigen Mikroorganismen „Florian’s Living Organics“.

Wachstum

Nach der Sämlingsphase beginnt die Wachstumsphase der Hanfpflanze. Wuchshöhe und Wuchsdauer hängen dabei von der Genetik und den Wachstumsbedingung ab.

Hanfpflanze in der Wachstumsphase nachts

Wachstumshöhe

Während Indicas bis zu 1,50 m hoch werden, können Sativas bei entsprechenden Bedingungen gut 4,50 m groß werden. Selbstblühende Hanfpflanzen erreichen dagegen meist nur 1 m Wuchshöhe. Einige Sorten werden jedoch deutlich größer oder kleiner.

Wichtig

Das größere Wachstumspotential bei Sativa-Sorten sollte bei der Wahl der Anbaumethode und des Anbauequipments nicht unterschätzt  werden.

Die Wachstumshöhe kann allgemein durch die Topfgröße und Düngerzufuhr gut gesteuert werden. Bei Sativas kann dies allerdings schwieriger sein. In manchen Fällen binden Grower groß werdende Pflanzen auch nach unten oder beschneiden diese.

Wachstumsdauer

Die Wachstumsdauer von Hanf variiert stark nach Hanfsorten, insbesondere zwischen Indica- und Sativa-Genetiken sowie Selbstblühern mit eingekreuzter Ruderalis-Genetik.

Bei photoperiodischen Indicas endet mit der Blütephase das schnelle dynamische Wachstum von Hanf. Dagegen wachsen Sativa-Pflanzen während der Blütenbildung munter weiter. Bei Selbstblühern ist nach 68 Wochen Wachstum Schluss.

Folgende Übersicht zeigt die Wachstumszyklen der verschiedenen Genetiken:

  • Sativa-Wachstumszyklus – Sämlingsphase + Wachstumsphase + Blütephase
  • Indica-Wachstumszyklus – Sämlingsphase + Wachstumsphase
  • Ruderalis-Wachstumszyklus – Sämlingsphase

Aus der Übersicht wird schnell deutlich, dass die Wachstumshöhe der unterschiedlichen Hanfsorten sehr viel mit deren Wachstumsdauer zu tun hat. Denn je länger eine Pflanze Zeit hat zu wachsen, desto höher und breiter kann diese werden.

Neben der Genetik nehmen insbesondere Tageslichtdauer bzw. Beleuchtungszeit sowie die vorherrschenden Temperaturen und verfügbaren Nährstoffe Einfluss auf die Wachstumsdauer.

Wachstumsunterschiede beim Indoor- und Outdooranbau

Während beim Indooranbau aktiv in den Wachstumsprozess eingegriffen werden kann, unterliegt das Wachstum beim Outdooranbau gänzlich den natürlichen Einflüssen.

Indoor-Wachstum

Wird Kunstlicht von 18 auf 12 Stunden Beleuchtung umgestellt, werden photoperiodische Hanfsorten in die Blüten geschickt und damit die Wachstumsphase beendet (nicht jedoch der Wachstumszyklus).

Die Wachstumsphase unter Kunstlicht beträgt je nach Anbaumethode 26 Wochen. Anschließend folgen bis zu 10 Wochen Blütephase. Sortenabhängig muss in der Blühphase mit bis zu 200 % Ausdehnungen gerechnet werden – auch in der Breite!

Je nach Anbaumethode und Genetik steuern Indoor-Gärtner daher die Dauer der Wachstumsphase individuell. Bei Sativas wird meistens so früh wie möglich mit der Blüteninduktion begonnen. Nur so ist es möglich, große Sativas „klein“ zu halten.

Outdoor-Wachstum

Wird draußen angebaut, hält die Wachstumsphase bis zur Sommersonnenwende an. Sobald die Tage kürzer werden beginnt die Blühphase und das Wachstum verlangsamt sich. Je nach Aussaattermin dauert die Wachstumsphase bis zu 5 Monate.

Durch spätes Aussetzen können Grower die Wachstumsphase verkürzen. Vor allem Sativas können so klein gehalten werden. Allerdings erbringen kleinere Pflanzen auch kleinere Erträge. Spätes Aussetzen wird outdoor daher kaum praktiziert.

Bei selbstblühenden Hanfpflanzen findet nach der Keim- und Sämlingsphase nur noch eine sehr kurze Wachstumsphase statt. Manchmal beginnt die Blütephase bereits 24 Wochen nach der Aussaat, also noch im Sämlingsstadium.

Wachstumsbedingungen

Um Hanf erfolgreich zum Wachsen zu bringen, müssen die Rahmenbedingungen für ein gesundes Pflanzenwachstum stimmen.

Folgende Elemente gehören zu den Grundvoraussetzungen eines gesunden Wachstums:

  • Platz

    Der Platzbedarf von Hanf wird bestimmt von Sorte, Anbaumethode, Topfgröße und Pflanzenzahl.

    Ausreichend Platz ermöglicht deinen Pflanzen sich ausreichend zu entfalten. Die verwendete Anbauvorrichtung sollte daher zur gewünschten Genetik passen.

    Im Komplettset-Konfigurator von Grow Guru findest du wertvolle Planungshinweise zum Platzbedarf.

  • Erde

    Erde ist als Stabilitätsanker, Wasser- und Nährstoffspeicher ein Garant für gesundes Wachstum.

    Gute Erde gibt deinen Pflanzen Stabilität und Halt, versorgt diese mit Wasser, Sauerstoff und Nährstoffen.

    Achte beim Kauf auf lockere Erde mit hohem Humusanteil und passenden EC- und PH-Werten.

    Als ideal gilt ein EC-Wert zwischen 0,6 und 1,2 (je nach Entwicklungsstand) und ein pH-Wert zwischen 6,0 und 6,5.

    Zu hohe EC-Werte können mit destilliertem Wasser (Bügelwasser) reduziert werden. Zu niedrige EC-Werte werden durch entsprechende Düngergaben angepasst.

    Falls die pH-Werte zu hoch sind sollte ein pH-Wert-Senker (z. B. Essig) ins Gießwasser gegeben werden. Bei zu niedrigen pH-Werten sollten auch diese angepasst werden (z. B. mit Kalk).

    Verwende die vorgedüngte Hanferde BioBizz ALL-MIX 50L. Sie verfügt über rein organische Elemente, ausgewogene EC- und PH-Werte sowie Mikroorganismen und Perlite.

    Weitere Infos über Erden & Substrate findest du bei grow-shop24 und Grow Guru.

  • Nährstoffe

    Nährstoffe sind Wachstumstreiber für Wurzeln, Äste, Blätter und Blüten.

    Zu den wichtigsten Nährstoffen zählen Stickstoff für das Wachstum von Stamm, Ästen und Blättern sowie Phosphor und Kalium für die Wurzel- und Blütenbildung.

    Reichen die Nährstoffe in der Erde nicht mehr aus, müssen diese von außen dazugegeben werden.

    Zu viele Nährstoffen bewirken jedoch das Gegenteil: die Wurzeln und Blätter „verbrennen“ und können keine Nährstoffe mehr aufnehmen.

    Bio-Düngemittel werden von Pflanzen besser vertragen, fördern Bodenlebewesen und sorgen für beste Pflanzengesundheit und Erntequalität.

    Willst du dir aufwendige Arbeit bei der eigenen Düngerproduktion sparen? Dann hol dir das Biobizz Starters Pack Düngerset oder den organisch-mineralischer Dünger mit lebendigen Mikroorganismen „Florian’s Living Organics“

    Weitere Infos über Dünger findest du bei grow-shop24 und Grow Guru und Udopea.

  • Wasser

    Ohne Wasser kein Leben. So auch beim Hanf.

    Wasser schützt vor Austrocknung und ermöglicht die Aufnahme von Nährstoffen.

    Im Vergleich zu anderen Pflanzen ist der Wasserbedarf hoch. Zugang zu Wasser ist daher für jedes Growprojekt Grundvoraussetzung. Doch auch hier gilt: weniger ist mehr. Staunässe ist fatal für die Wurzen und kann deine Pflanzen töten.

    Wenn die Erde etwas trockener ist,  können die Wurzen besser Sauerstoff aufnehmen. Lass die Gießkanne also ruhig mal stehen. Dann verdunsten auch etwaige Chlorreste im Wasser.

    Im Artikel „Wie bewässert man Cannabis-Pflanzen“ von Sensi Seeds erfährst du ganz genau, auf was du beim Bewässern alles achten musst.

    Reizt dich das Thema Hydroponik? Dann schau dir bei Grow Guru die vereinfachte Übersicht zu Hydroponik-Systemen an!

  • Licht

    Licht sorgt für natürliche Energiegewinnung durch Photosynthese.

    Ohne diese gäbe es keine Energie zum Wachstum wie ohne Sonne auch keine Pflanzen.

    Das hochwertigste Licht ist immer die Sonne mit ihrem einzigartigen Spektrum an Sonnenstrahlen. Kunstlicht kann dieses zwar annähernd imitieren, niemals aber vollständig nachbilden.

    Dennoch geht es im Innenanbau selten ohne Kunstlicht.

    Die meisten Indoorgrower verwenden günstige aber stromfressenden Natriumdampflampen. Moderne LED-Lampen sind hier eine hervorragende Alternative zum Strom sparen.

    Als besonders hochwertig gelten hier die LED-Grow-Lampen von Greenception und Sanlight. Wegen möglicher Augenschäden sind Grower gut beraten immer eine gute LED-Schutzbrille zu tragen.

    Weitere Infos zur Beleuchtung findest du bei grow-shop24, Grow Guru und Udopea.

  • Luft

    Luft versorgt deine Hanfpflanze mit Kohlendioxid, Sauerstoff und Feuchtigkeit.

    Kohlendioxid spielt bei der Photosynthese eine wichtige Rolle. Sauerstoff wird zur Zellatmung und Nährstoffverwertung benötigt. Auch die Wurzeln benötigen Sauerstoff.

    Die natürliche Luft liefert die ideale Komposition beider Gase. Frischluftzufuhr ist daher bei jedem Anbauprojekt erfolgsentscheidend.

    Zusätzlich spielt die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. In der Wachstumsphase sind 60 % ideal, in der Blütephase zwecks Schimmelvermeidung 40%.

    Ausreichend Umluft sorgt zudem für stabile Stämme und Äste. Ventilatoren sind daher bei jedem Growsystem Pflicht. Outdoor erledigt diese Arbeit der natürliche Wind.

    Für den Indooranbau lohnt sich ein Growbox-Komplettset. Dort sind alle für Ventilation und Luftaustausch erforderlichen Belüftungs- und Klimaelemente aufeinander abgestimmt.

    Der Komplettset-Generator von Grow Guru hilft dir hier das passende System zu finden.

    Weitere Infos zur Belüftung findest du bei  grow-shop24, Grow Guru und Udopea.

  • Wärme

    Wärme beeinflusst Stoffwechsel, Bodenlebewesen und Wachstum.

    Ist es zu warm oder zu kalt, können Nährstoffe nicht mehr richtig transportiert, umgewandelt und verfügbar gemacht werden. Der Stoffwechsel der Hanfpflanze wird praktisch lahmgelegt.

    Auch die Zusammensetzung der Bodenlebewesen kann sich durch Temperaturschwankungen nachteilig verändern. Die Pflanzen werden anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

    Ausreichend Wärme beeinflusst in Verbindung mit optimaler Nährstoffaufnahme und Lichtzufuhr positiv das Wachstum. Die Pflanzen wachsen in Gewächshäusern daher nicht selten explosionsartig.

    Die ideale Wachstumstemperatur für Hanf liegt bei 21–26,5° C. Dennoch toleriert Hanf Schwankungen von 15–30° C. Kurze Hitze- und Kältewellen werden normalerweise verkraftet.

Wachstumsdünger

Wie beim Wasser gilt auch beim Düngen: weniger ist mehr!

Dennoch brauchen deine Hanfpflanzen im Laufe ihres Lebenszyklus viele Nährstoffe. Während in der Wachstumsphase der Bedarf an Stickstoff hoch ist, benötigt Hanf in der Blütephase vor allem Phosphor und Kalium.

Normalerweise liefert eine gute Erde von Natur aus alle benötigten Nährstoffe. Verwendest du jedoch Töpfe mit Pflanzenerde sieht es anders aus.

4–6 Wochen nach dem Umtopfen sollten bei vorgedüngter Erde wachstumsfördernde Nährstoffe hinzugefügt werden. Dies ist kein Muss. Allerdings wird ohne Nährstoffzugabe das Wachstumspotential nicht optimal ausgeschöpft.

Wachstumsdünger erhöht die Produktivität deiner Pflanzen. Durch das verstärkte Wachstum neuer Äste und Blätter entstehen zum einen mehr Knotenpunkte für die spätere Blütenbildung und zum anderen mehr Blattmasse.

Verwende biologische Düngemittel, da diese viel besser vertragen und verwertet werden und Bodenlebewesen fördern. Die Gefahr der Überdüngung ist gering, da die Nährstoffe schrittweise freigesetzt und viel langsamer aufgenommen werden.

Tipp

Verwende die Grow-Dünger von BioBizz. Diese enthalten ausschließlich biologische Ausgangsstoffe. Schau dir dazu den BioBizz-Düngeplan an. Bestellen kannst du ganz bequem bei grow-shop24, Grow Guru oder Udopea.

Wachstumspflege

Nur gesunde Hanfpflanzen können uneingeschränkt wachsen um anschließend die gewünschten Erträge zu erzeugen. Um gesund zu bleiben müssen Pflanzen gepflegt werden, umso mehr wenn sie krank sind.

Zur richtigen Pflanzenpflege gehört daher die Pflanzen vorbeugend vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen und im Ernstfall entschieden einzugreifen.

Die beste Vorbeugung ist ein starkes Abwehrsystem. Dieses wird durch die Genetik und die Wachstumsbedingungen beeinflusst.

Allerdings ist ein gutes Abwehrsystem keine Garantie dafür Krankheitserreger und Schädlinge immer erfolgreich abwehren zu können. Gerade wenn viele Erreger oder Schädlinge im Spiel sind, kann Hanf nachhaltig geschwächt werden.

Pilzerkrankungen und Schädlinge

Hauptgefahren für Hanf sind neben 2-Beinern, Pilzerkrankungen und Schädlinge. Viren, Bakterien und Wildfraß spielen eine geringere Rolle, kommen aber dennoch vor. Mehr dazu in der Kategorie Botanik bei „Schädlinge, Krankheiten & Nährstoffmangel“.

Nachfolgend die größten natürlichen Gefahren und wie du damit umgehst:

  • Wurzelfäule

    Wurzelfäule lässt sich durch zurückhaltende Wasserzufuhr, ausreichend Drainage (z. B. mittels Canna Aqua Clay Pebbles) und luftige Erde (z. B. BioBizz ALL-MIX 50L) verhindern.

    Hat sich Wurzelfläule erst einmal festgesetzt, bleibt nur die erkrankte Pflanze zu entsorgen.

  • Mehltau

    Mehltau (echter und unechter) zeigt sich mit puderzuckerartigen weißen Flecken auf bzw. unter den Blättern, später auch an Stilen und Ästen.

    Mehltau tritt vorwiegend bei Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit auf. Befallene Blätter sollten sofort entfernt werden und die Pflanze vorbeugend mit in Wasser gelöstem Natron besprüht werden.

  • Grauschimmel

    Grauschimmel äußert sich durch absterbende, leblose und vertrocknete Pflanzenteile mit braunen oder graue Farbtönen. Vorzugsweise werden jedoch Blüten befallen.

    Da eine Infektion schnell auf andere Pflalanzenteile überspringen kann, sind verdächtige Areale großflächig mit einer Gartenschere zu entfernen und sicher zu entsorgen!

  • Blattläuse

    Blattläuse sind eher harmlos und leicht beherrschbar. Ein einfaches Besprühen mit in Wasser gelöstem Öko-Spülmittel und anschließendes Abduschen genügt meistens um die Plagegeister los zu werden.

    Als Nützlinge helfen Florfliegenlarven den Befall zu verhindern oder zu verringern. Auch Gelbtafeln leisten gute Dienste, mit dem Nachteil, dass gelegentlich Nutzinsekten daran kleben bleiben können.

  • Schildläuse

    Schildläuse sind hartnäckiger als Blattläuse, treten aber meist in weniger großen Kolonien auf.

    Auch diese können mit Spülmittellösung aus Wasser und Öko-Spülmittel besprüht und anschließend abgeduscht werden.

    Oft muss mehrmals gesprüht werden um die wie Zecken festgesaugten Läuse zu lösen.

  • Thripse

    Thripse sind der wahre Alptraum für Homegrower. Die winzigen Schädlinge erscheinen besonders bei schwülem Wetter in Massen und agieren höchstgradig aggressiv.

    Haben sich diese erstmal an den Blattunterseiten der Hanfpflanzen niedergelassen, saugen diese Blatt für Blatt aus, bis es an der nächsten Pflanze weitergeht. Betroffene Blätter werden meist bis hin zur Funktionslosigkeit geschädigt.

    Hier helfen Raubmilben und Florfliegenlarven. Auch Blautafeln leisten gute Dienste.

    Alternativ können die Pflanzen auch mit einem Gemisch aus Öko-Spülmittel und Neemöl besprüht werden.

    Stark befallene Blätter sollten jedoch immer vorsorglich entfernt und entsorgt werden.

  • Spinnmilben

    Spinnmilben kommen hauptsächlich bei warmer trockener Luft vor. Wie bei Thripsen zeigt sich ein Befall mit gesprenkelten, ausgesaugten Blättern.

    Durch ihre verwobenen Netze halten sich Spinnmilben sehr hartnäckig in der Pflanze. Befallene Pflanzenteile sollten großzügig entfernt werden, ebenso die obere Erdschicht im Pflanzbehältnis.

    Anschließend sollte die gesamte Pflanze mit einer Mischung aus Wasser, Öko-Spülmittelund Neemöl besprüht werden. Sicherheitshalber sollte das ganze Prozedere ein paarmal wiederholt werden selbst dann, wenn keine Milben mehr sichtbar sind!

    Auch Raubmilben können wertvolle Dienste leisten – sowohl zur Vor- als auch zur Nachsorge doch niemals gleichzeitig mit Neemöl!

  • Trauermücken

    Trauermücken sind lästige kleine Mücken. Die Vermehrung geschieht rasant und explosionsartig.

    Für Hanfpflanzen sind jedoch nicht die Mücken, sondern die Larven das Problem. Diese fressen nämlich die Kapilarwurzeln ihrer Wirtspflanzen und vermindern damit deren Nährstoffaufnahme. Krankheitserreger haben so ein leichtes Spiel.

    Bekämpfen lassen sich Trauermücken am besten mit Nematoden oder Neemöl im Gießwasser und Gelbtafeln.

  • Weiße Fliegen

    Weiße Fliegen gehören zur Familie der Mottenschildläuse. Gefräßig sind auch deren Larven, die sich neben den Eiern und Fliegen an der Blattunterseite befinden.

    Wegen ihrer Neigung zur Massenvermehrung haben Weiße Fliegen ein hohes Schadpotential. Zum Problem werden Weiße Fliegen vor allem bei hohen Temperaturen.

    Bekämpfen lassen sich Weiße Fliegen gut mit SchlupfwespenNeemöl und Gelbtafeln.

  • Minierfliegen

    Minierfliegen legen ihre Eier legen direkt ins Blattgewebe. Von dort aus entwickeln sich Larven, die das betreffende Blatt von innen durchpflügen.

    Der Befall lässt sich durch typische Farbveränderungen in geschlängelter Form erkennen.

    Die beste Möglichkeit ist dann, alle betroffenen Blätter vollständig zu entfernen und sicher zu entsorgen.

    Zur Vorbeugung eignen sich Neemöl und Gelbtafeln.

Weitere Infos hierzu findest du in den Blogartiklen „Wie man Grauschimmelfäule, Echten Mehltau und Cannabisschimmel erkennt und verhindert“ und „Top Tipps für die Vermeidung von Outdoor-Schädlingen“ von Sensi-Seeds.

Tipp

Verbessere die pflanzeneigene Widerstandskraft durch Anreicherung des Bodens mit Mykorrhiza, Trichoderma und Wurzelbakterien.

Verwende vorbeugend, bei Befall oder zur Nachsorge regelmäßig eine Lösung gering dosiertem Neemöl, Öko-Spülmittel und Natron.

Erwäge den Einsatz von Nützlingen, aber niemals gleichzeitig mit Neemöl. Sind diese erfolgreich, ist der Einsatz von Neemöl gar nicht mehr notwendig. Zur Prävention lohnt sich das Nützlingsset „Nützliche Insekten gegen Schädling“ von Neudorff. Den Gutscheincode löst du ganz bequem bei Neudorff ein.

Blüte

Im Anschluss an die Wachstumsphase beginnt mit Einleitung der Blüte die Blütephase. Umgangssprachlich wird diese auch einfach nur Blühphase genannt.

Hanfpflanze in der Blütephase wenige Wochen vor der Ernte

Die Blüte beginnt bei selbstblühenden Hanfsorten oft schon im Sämlingsstadium, also bevor sich überhaupt eine stabile Hanfpflanze entwickelt hat.

Bei regulären oder feminisierten Hanfsorten setzt die Blüte erst ein, wenn die Tage kürzer werden oder bei Kunstlicht mit dem Umstellen des Hell-Dunkel-Zyklus.

Bei den meisten Pflanzen bedeutet die Einleitung der Blüte keinesfalls das Ende des Wachstums. Im Gegenteil, die meisten Pflanzen wachsen während der Blüte weiter. Allerdings nimmt die Wachstumsdynamik im Verlauf der Blütephase stark ab.

Die Blütephase endet schließlich mit der Ernte der vollreifen Blüten oder mit Beginn der Samenbildung.

Blüteninduktion

Blüteninduktion bedeutet nichts anderes, als die Einleitung der Blüte. Im Growerjargon wird hierfür auch die Bezeichnung „in die Blüte schicken“ verwendet.

Hanfpflanze in der Vorblüte nach der Blüteninduktion

Die Einleitung der Blüte ist bei allen nicht selbstblühenden Hanfpflanzen erforderlich. Andernfalls würde photoperiodisch blühender Hanf „ewig“ weiterwachsen.

Doch wie wird die Blüte genau eingeleitet? Ganz einfach, die Beleuchtungsdauer wird von 18 Stunden auf 12 Stunden runtergefahren.

Damit bekommen Hanfpflanzen das Signal die Blüte auszubilden um so rechtzeitig vor Wintereinbruch Samen hinterlassen zu können.

Beim Outdooranbau sieht die Sache wieder anders aus, hier wird die Blüte von ganz alleine nach der Sommersonnenwende eingeleitet, also genau dann wenn die Tage nicht mehr länger sondern kürzer werden.

Manche Outdoorgrower leiten die Blüte früher ein. Hanfpflanzen mit langer Blühdauer bekommen so mehr Zeit für die Blütenbildung. Dazu verbleiben die Pflanzen abwechselnd 12 Stunden in der Sonne und 12 Stunden in einem dunklen Raum.

Ist dir das zu ansrenged, sind selbstblühende Hanfsorten genau das Richtige. Die Blüteninduktion durch Änderung des Beleuchtungszyklus entfällt. Stattdessen entscheidet das genetische Programm wann es Zeit für die Blütenbildung ist.

Erkennen der männlichen Blüte

Männliche Hanfpflanzen in der Blütephase

Falls du keine feminisierten Sorten anbaust, musst du unbedingt die männliche Blüte erkennen können. Andernfalls werden die Weibchen bestäubt und deine Ernte versamt.

Erkennen lassen sich männliche Blüten relativ leicht. Zunächst wachsen kleine kugelige Ansammlungen an Pollensäcken aus den Knotenpunkten der Pflanze.

Herangereift öffnen sich die Pollensäcke. Pollen tritt aus und bestäubt per Wind die Weibchen. Meist zeigt sich die männliche Blüte vor der weiblichen, so dass es selten zu „Bestäubungsunfällen“ kommt.

Falls du keine Lust auf männliche Blüten hast, verwende einfach feminisierte Samen. Auch die meisten selbstblühenden Hanfsamen sind feminisiert.

Ausdehnung nach Blühbeginn

Wenn du Hanf legal anbauen darfst und willst, dann solltest du dir auch über die Ausdehnung deiner Lieblingshanfsorte in der Blütephase Gedanken machen. Eine Sativa kann in der Blüte schnell den vorhandenen Raum einer Growbox sprengen.

Wenn du im Garten oder auf dem Balkon anbaust, sollte dir klar sein, dass bei entsprechender Ausdehnung deine Pflanzen von außen sichtbar werden können. In Spanien wird so aus einem legalen Grow schnell ein illegaler, da „öffentlich einsehbar“.

Ja nach Sorte kann die Ausdehnung ganz unterschiedlich sein. Orientieren kannst du dich grob wie folgt:

  • Sativa – Über 200 % Ausdehnung in der Blühphase
  • Hybrid – 100–200 % Ausdehnung in der Blühphase
  • Indica – Unter 100 % Ausdehnung in der Blühphase

Die Ausdehnungsregeln gelten übrigens auch für Selbstblüher. Zwar werden diese meist nicht so groß, trotzdem setzt sich deren Wachstum in der Blütephase weiter fort.

Blühdauer

Die Blühdauer von Hanf ist sehr variabel. Letztlich hängt diese von der jeweils eingesetzten Sorte und den klimatischen Bedingungen am Anbaustandort ab.

Um dein Anbauprojekt ganau zu planen, solltest du die Blühdauer nicht aus dem Auge verlieren. Achte schon bei der Sortenwahl bzw. dem Samenkauf auf die angegebene Blühdauer.

Folgende Wochenzahlen sind ein grobes Zeitfenster beim Indooranbau:

  • Sativa – Über 12 Wochen
  • Hybrid – 10 bis 12 Wochen
  • Indica – 7 bis 9 Wochen

Erfahrungsgemäß blühen Sativas aufgrund ihres ursprünglichen Vegetationsgebiets rund um den Äquator am längsten, denn dort gibt es quasi keine Jahreszeiten. Die Tageslichtstunden sind nahezu konstant oder variieren nur sehr gering.

Anders sieht es mit selbstblühenden Hanfsorten aus. Diese blühen unabhängig von Tag-Nacht-Zyklus und je nach Einfluss der eingekreuzten Sativa-, Hybrid- oder Indica-Sorten. Insgesamt ist die Blühdauer etwas kürzer, was besonders outdoor gilt.

Blütenpflege

Die Blütenpflege ist schwieriger als die Wachstumspflege. Blüten vertragen kein Wasser, unterliegen einem dauerhaften Schimmelrisiko und laufen Gefahr, dass beim Besprühen oder bei Regen Trichome abgewaschen werden.

Von Pilzen befallene Blätter und Blüten sollten immer sofort entfernt werden um eine Übergreifen auf andere Pflanzen und Pflanzenteile zu vermeiden.

Vorbeugend hilft die Regulierung der Luftfeuchtigkeit auf 40–60 % (normal sind 50–70 % in der Wachstumsperiode). Dies gelingt am einfachsten mit der Erhöhung der Ventilation und des Luftaustauschs.

Weniger Gießen sorgt für eine niedrigere Feuchtigkeitskonzentration der Blüten und der Raumluft. Das Entfernen von einigen Blättern im unteren Pflanzendrittel führt ebenfalls zu einer verbesserten Belüftungssituation.

Auch während der Blühphase kann Hanf weiterhin von Schädlingen befallen werden. Zur Schädlingsbekämpfung solltest du im Blütestadium auf Nützlinge bzw. Gelb- und Blautafeln setzen.

Unterschiede zwischen Indicas und Sativas bei der Blütenpflege

Indicas vertragen keine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Blüten wachsen sehr kompakt. Vom Regen oder von Wasserdampf angegriffen, können diese nur schlecht trocknen. Die Schimmelgefahr ist dann sehr groß, der Pflegebedarf entsprechend hoch.

Sativas sind aufgrund der tropischen Herkunft hohe Luftfeuchtigkeit und Regenschauer gewöhnt. Die luftigen Blüten sind für Schimmel weniger anfällig. Sativas müssen daher meist weniger gepflegt werden, dafür jedoch über einen längeren Zeitraum.

Tipp

Sobald die Blüte eingeleitet wurde, ist nachts die absolute Abwesenheit von Licht erforderlich. Bereits das geringste Störlicht wirkt sich negativ auf den Blütenbildungsprozess aus. Kannst du Störlicht nicht verhindern, dann setzte am besten von Anfang an auf Autoflowerer!

Blütendünger

Wenn du Hanf in der Blühphase gezielt Blütenstimulanzien zufügst wirst du mehr Ernten können. Verwendest du Aromaverbesserer werden sich Aroma und Geschmack verfeinern und intensivieren.

Doch auch beim Düngen gilt wie beim Gießen: in Maßen, denn zu viel des Guten kann mehr schaden als nutzen!

Blütendünger gibt es auf dem Markt eine gazne Menge. Wichtig ist für die Blütenbildung, dass der Dünger Phosphor und Kalium enthält und nur wenig Stickstoff.

Manche Dünger basieren auf mineralischen Zutaten andere auf natürlichen. Natürliche Dünger enthalten organische Elemente die erst noch aufgespalten werden müssen um von den Pflanzen aufgenommen werden zu können.

Mineraldünger wird aufgrund der bereits 100 % verfügbaren Nährstoffe viel schneller aufgenommen. Eine Überdüngung ist schnell möglich.

Bei natürlichem Dünger ist eine moderate Überdüngung dagegen weniger dramatisch. Der Dünger ist verträglicher, da dieser erst noch von den Bodenlebewesen aufgespalten werden muss und so in viel kleineren Schritten aufgenommen wird.

Tipp

Zu den besten natürlichen Blütendüngern gehöhren die Produkte von BioBizz. Bio-Bloom stillt den Hunger deiner Blüten nach Phosphor und Kalium. Top-Max macht deine Blüten süßer und schmackhafter. Kaufen kannst du beide zusammen im BioBizz-Try-Pack-Indoor.

Indooranbau

Indooranbau wird immer beliebter. Die Erklärung dafür ist einfach: es gibt immer mehr gute Hanfsorten für den Indooranbau auf minimalen Raum. Gleichzeitig wird das Anbauequipment immer günstiger, besser und benutzbarer.

Doch was ist überhaupt unter Indooranbau zu verstehen?

Junge Hanfpflanzen in einer Growbox

Indooranbau bedeutet nichts anderes als den Anbau von Pflanzen innerhalb der eigenen 4 Wände, geschützt vor Wind, Wetter und Kälte.

Darunter entfällt nicht nur der Anbau unter Kunstlicht, sondern auch der Anbau am Fenster oder in einem Wintergarten. Also überall da, wo der Indoorgärtner direkten Zugang und volle Kontrolle über sein Anbauprojekt hat.

Da im Wintergarten ähnliche Bedingungen wie im Gewächshaus vorherrschen, kannst du dich dazu im Abschnitt Gewächshausanbau informieren.

Der Anbau am Fenster unterscheidet sich fundamental von anderen Anbauarten. Wegen starken räumlichen Einschränkungen und suboptimalen Lichtbedingungen, fallen die Erträge entsprechend klein aus.

Falls du es jedoch legal tun darfst und keine andere Möglichkeit hast, findest du in der nachfolgenden Box eine kurze Anleitung zum Hanfanbau am Fenster.

Tipps für den Hanfanbau am Fenster

Gut geeignet für den Anbau am Fenster sind kleinwüchsige, feminisierte selbstblühende Hanfpflanzen, mit einem kurzen Lebenszyklus – dieser hält das Wachtum von Natur aus in Grenzen.

Doch auch kleine Zwerge wollen manchmal hoch hinaus, so dass du deren Wachstum  mit kleinen Töpfen zusätzlich begrenzen kannst, z. B. mit dem Airpot 1 Liter deine Pflänzchen klein halten.

Verwende idealerweise ungedüngte Pflanzenerde wie z. B. Biobizz Light Mix. Vorgedüngte Erde würde auch bei kleinen Töpfen einen Wachstumsschub auslösen. Giese nur wenn es absolut notwendig ist. Gib keinen Dünger dazu (außer Blütendünger).

Baust du auf der Fensterbank an und musst die Pflanzen wirklich sehr klein halten, dann kannst du diese ab der 3. bis 5. Noide toppen, was dann ein Wachstum in die Breite auslöst.

Halte das Fenster zwecks Belüftung möglichst oft offen. Verwende bei geschlossenem Fenster zusätzlich einen Ventilator um einen kompakten Wuchs anzuregen. Denke an den starken Geruch während der Blütephase!

Beleuchtungssysteme

Willst du indoor anbauen, dann stehen dir gute Alternativen zur Sonne zur Verfügung. Neben NDLs (Natriumdampflampen), werden heutzutage zunehmend LEDs (Light-emitting diodes) zur Pflanzenbeleuchtung eingesetzt.

Der Artikel „Ihre Meinung: Natriumdampflampen vs. LED-Lampen“ bei Sensi Seeds zeigt, dass es hier durchaus unterschiedliche Vorlieben gibt.

Ob sich NDLs oder LEDs eher eigenen, solltest du nicht nur vom Anschaffungspreis, sondern auch von den Stromkosten abhängig machen. Gerade bei NDLs ist der Stromverbrauch nicht zu unterschätzen!

Um ein schnelles Wachstum zu fördern, werden beim Indooranbau die Pflanzen täglich 18 Stunden lang beleuchtet. Erst zur Blütenbildung wird die Beleuchtungszeit auf 12 Stunden umgestellt.

Tipp

Das SANlight Q4W ist ein hocheffizientes LED-System für kleinere Indoor-Projekte. Noch günstiger und mindestens genauso hochwertig ist die GC 4 von Greenception.

Klimatisierung

Beim Indoorgrow sind Temperaturen am einfachsten zu kontrollieren.

Im Winter sollte der Growroom beheizt werden. Dies gilt insbesondere nachts, wenn wärmespendende Lampen (NDLs) außer Betrieb sind. Alternativ findet Tags die Dunkelphase und Nachts die Beleuchtungsphase statt.

Im Sommer, besonders bei schlecht isolierten Altbauten, ist eine Klimaanlage manchmal die einzige Lösung um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten. Bei zusätzlicher Wärme durch NDLs sollte der Hell-Dunkel-Zyklus umgekehrt werden.

Tipp

Wie du im Winter am besten mit kalten Temperaturen umgehst erfährst du im Sensi-Seeds-Artikel „Wie baut man im Winter Cannabis an“. Weitere Infos über Klimatisierung findest du bei grow-shop24 , Grow Guru und Udopea.

Anbaumethoden

Je nach Erfahrung und Budget stehen dem Indoor-Gärtner verschiedene Anbaumethoden zur Verfügung.

Folgende Anbauarten haben wir bereits kennengelernt:

  • Bio-Grow – Klassischer Anbau auf Erde unter Einsatz biologischer Düngemittel
  • Hydrokultur – Profi-Anbautechnik mit künstlicher Wasser- und Nährstoffzufuhr

Nun kommt es noch darauf an, ob du deine Erträge durch spezielle Techniken optimieren willst.

Hier eine kurze Übersicht über die verschiedenen Indoor-Anbaumethoden:

  • Standardmethode – Pflanzen mit passendem Abstand nebeneinander stellen
  • SOG – See-Of-Green setzt auf viele kleine Pflanzen auf engstem Raum
  • SROG – Screen-Of-Green maximiert mit Gitternetz den Ertrag weniger Pflanzen

Welche Möglichkeit die beste ist, sollte jeder Grower anhad seines Wissenstands und seiner Erfahrungen entscheiden.

Was die Komplexität betrifft, so ist die reguläre Standardmethode mit Bio-Grow in Töpfen am einfachsten, gefolgt von SOG und SROG. Am kompliziertesten wird es bei SOG oder SROG in Hydrokultur mit künstlicher Bewässerung.

Für Homegrower, die lediglich ihren Eigenbedarf decken wollen, ist die reguläre Standardmethode mit Bio-Grow am unkompliziertesten. Schließlich soll der Grow auch Spaß machen und nicht im Optimierungswahn enden.

Falls du dennoch unschlüssig über die Anbauart und -methode bist, findest du bei Sensi Seeds weitere Entscheidungsgrundlagen:

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Anbau unter Kunstlicht

Indoor angebaute Hanfpflanze in einer Growbox

Bist du in der glücklichen Lage legal Gras anbauen zu dürfen? Folgende Schritte helfen dir weiter dein Grow-Projekt erfolgreich unter Kunstlicht umzusetzen:

  • Bestimme den passenden Growroom

    Wieviel Platz du zur Verfügung hast, bestimmt die theoretische Obergrenze deines Anbauvorhabens.

    Suche dir einen Growroom der gut durchlüftet ist und in der Dunkelphase kein Licht hineinlässt. Auch eine Growbox, ein Growzelt oder ein Growschrank leisten hier gute Dienste.

    Als besonders hochwertig haben sich die Growboxen der Marke HOMEbox erwiesen. Angeboten werden diese z. B. bei grow-shop24 und Grow Guru.

    Als Anfänger solltest du definitiv klein anfangen. Jeder Grower braucht eine gewisse Zeit um Erfahrung zu sammeln. Das ist völlig normal.

    24 Pflanzen sind für den moderaten Eigenbedarf normalerweise ausreichend und dort wo legalisiert wurde meist im Rahmen der Zulässigkeit.

  • Wähle die richtige Beleuchtung

    Früher wurde vorwiegend mit Natriumdampflampen (NDLs) gearbeitet. Hoher Energieverbrauch, starke Wärmeentwicklung und die kurze Lebenszeit sind die größten Nachteile.

    Energiesparlampen (ESL) und Leuchtstoffröhren (LSR) sind zwar strom- und wärmesparend, aber bei der Lichtqualität schlechter als NDLs. Beide eignen sich jedoch gut für die Aufzucht.

    Kein Wunder also, dass LED-Lichter (LEDs) immer beliebter werden. Der Stromverbrauch ist phänomenal niedrig. Wärmeentwicklung spielt eine viel geringere Rolle. Die Lebensdauer ist beträchtlich lange.

    Allerdings lagen die Preise derart hoch, dass sich Homegrower die neue Technologie selten leisten konnten. Auch an der Lichtqualität haperte es. Pflanzen unter LED-Beleuchtung wurden hohem Stress ausgeliefert und begannen nicht selten zu zwittern.

    Doch die Lichtqualität von neueren LED-Lampen ist deutlich besser geworden. Der Stromverbrauch ist nur halb so hoch, die Lebensdauer ein vielfaches länger. Die Erträge sind wesentlich höher. Nur der Preis hält noch so manchen Grower zurück – zu Unrecht!

    Stromeinsparung, Mehrertrag und lange Lebensdauer machen hochwertige LEDs zur rentabelsten Alternative!

    Doch welche LEDs macht nun das Rennen?

    Eindeutig die Qualitätsführer von Greenception und SANlight, beide erhältlich bei grow-shop24, als die momentan effizienten Beleuchtungslösung für den Indooranbau. Kaufen kannst du SANlight-LEDs auch bei Grow Guru.

  • Gib deinen Pflanzen ausreichend Luft zum Atmen

    Hanfpflanzen benötigen zum Wachsen viel frische Luft. Nur so kann genügend Kohlendioxid für die Photosynthese und Sauerstoff der für das nächtliche Wachstum bereitgestellt werden.

    Hanf ist daher auf ständige Frischluftzufuhr von außen angewiesen. Aber auch die verbrauchte Luft muss irgendwo hin. Daher ist es erforderlich, dass dein Growroom über ein Zu- und Abluftsystem verfügt.

    Wichtig ist, die Abluft zu filtern, denn Hanf produziert in der Blüte einen unverkennbar starken Geruch. Dieser kann ungefiltert über Fenster und Türen auch Nachbarn, Postboten oder Passanten erreichen.

    Damit möglichst alle Pflanzenteile von Frischluft erreichbar sind, muss sich diese richtig verteilen können. Dafür benötigst du auch ein Umluftventilator, sprich einen Umluftventilator.

    Dieser muss im Growroom richtig positioniert und eingestellt werden, da es sonst zu Schäden bei deinen Pflanzen kommen kann.

    Ein Ventilator sorgt dann auch für ein stabiles und kompaktes Wachstum und feste Aststrukturen.

    Um nicht alle Einzelteile selber zusammenstellen zu müssen, lohnt sich ein passendes Abluft-Komplettset plus Zuluftlüfter und Umluftventilator zu kaufen, z. B. bei grow-shop24Grow Guru oder Udopea.

  • Installiere ein Steuer- und Kontrollsystem

    Nicht nur Zu-, Ab- und Umluft sind wichtig. Auch die Luftfeuchtigkeit und Temperatur  müssen passen und regelmäßig kontrolliert werden. Dafür genügt ein einfaches Hygro-Thermometer, dass du z. B. bei grow-shop24Grow Guru oder Udopea kaufen kannst.

    Idealwerte für Luftfeuchtigkeit und Temperatur:

    Sämlingsphase: Luftfeuchtigkeit 6570 % und Temperatur 2025 °C

    Wachstumsphase: Luftfeuchtigkeit 4070 % und Temperatur 2228 °C

    Blütephase: Luftfeuchtigkeit 4050 % und Temperatur 2026 °C

    Spätblüte: Luftfeuchtigkeit 3040 % und Temperatur 1824 °C

    Luftfeuchtigkeit und Temperatur lassen sich anpassen indem du Zu-, Ab- und Umluft entsprechend hoch- oder runterfährst. Zur Not helfen Heizung, Heizmatten, Klimaanlage und Luftbefeuchter. Weniger gießen sorgt für geringere Luftfeuchtigkeit.

    Um die künstliche Beleuchtung nicht ständig an- und ausschalten zu müssen, ist eine Zeitschaltuhr unabdingbar. So kannst du problemlos einen Rhythmus von 1620 Std. in der Wachstumsphase und 12 Std. in der Blütephase einstellen. Kaufen kannst du diese bei grow-shop24Grow Guru oder Udopea.

    Selbstverständlich solltest du auch über eine Lüftersteuerung ohne Störgeräusche und eine intelligente Klimasteuerung nachdenken.

  • Entscheide dich für ein passendes Anbaumedium

    Beim Hanfanbau haben sich 2 verschiedene Anbauarten bewährt – mit jeweils unterschiedlichen Substraten.

    Entscheiden musst du dich daher zunächst für den Anbau auf Erde oder mittels Hydrokultur.

    Der Anbau auf Erde ist unkompliziert. Nährstoffe und Mikroorganismen sind natürlicher Bestandteil. Dünger muss nur hinzugegeben werden, wenn die benötigten Nährstoffe verbraucht sind.

    Fehler beim Düngen sind wegen der Speicher- und Pufferfunktion weniger problematisch. Gebundene Nährstoffe werden von Mikroorganismen aufgespalten und langsam an die Wurzeln abgegeben.

    Ganz anders bei Hydrokultur. Substrate wie Steinwolle, Blähton, Perlit und Kokos verfügen von Natur aus über keinerlei Nährstoffe oder Bodenlebewesen.

    Über- oder Unterdüngung würden daher schnell zum Absterben der Pflanzen führen.

    Hydrokultur kann händisch oder automatisiert betrieben werden. Beides erfordert ein gutes Knowhow und Fingerspitzengefühl. Die Anschaffungskosten können hoch sein.

    Günstiger und vor allem auch biologischer ist Erde. Bewährt hat sich hier vorgedüngte Anbauerde, die speziell für den Hanfanbau konzipiert wurde.

    Produkttipp: BioBizz All-Mix Erde vorgedüngt 50L.

  • Verwende die passenden Töpfe

    Welcher Topf der richtige ist, hängt vom Anbaumedium, der Anbaumethode und der voraussichtlichen oder gewünschten Pflanzengröße ab.

    Beim Anbau auf Erde haben sich folgenden Topfgrößen bewährt:

    12 l Fensterbank- und Balkon-Bonsais
    34 l SOG-Anbaumethode und kleinwachsende Pflanzen (3080 cm)
    711 l Bio-Grow und mittlere Pflanzen (80150 cm)
    1830 l SCROG-Anbaumethode und große Pflanzen (150300 cm)

    Je nach Budget eigenen sich Vierecktöpfe mit Untersetzern oder hochmoderne Airpot-Töpfe. Kaufen kannst du diese z. B. bei grow-shop24 oder Grow Guru.

  • Versorge deine Pflanzen mit Nährstoffen

    In vorgedüngter Erde brauchst du die ersten 46 Wochen nicht düngen. Sind die Nährstoffe verbraucht, müssen neue hinzugefügt werden.

    Die wesentlichen Nährstoffe bei Hanf sind:

    Stickstoff (N) Stimuliert das Pflanzenwachstum
    Phosphor (P) Stimuliert das Wurzel- und Blütenwachstum
    Kalium (K) – Ermöglicht den Zuckertransport in die Blüte

    Zudem benötigt Hanf für verschiedene Stoffwechselvorgänge auch Mikronährstoffe wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Kupfer und Zink.

    Baust du auf Erde an?

    Dann kannst du bei vorsichtiger Düngung auf EC- und pH-Messungen verzichten. Dünge dann aber nur maximal 1x pro Woche. Willst du auf Nummer sicher gehen? Dann besorg dir ein pH- und EC-Messgerät.

    Verwende biologische Düngemittel. Die Inhaltsstoffe sind in komplexen Strukturen gebunden. Diese werden langsam von den Bodenlebewesen aufgespalten und so schonend verfügbar gemacht.

    Produkttipp: BioBizz Starter-Pack

    Baust du mittels Hydrokultur an?

    Dann benötigst du für jedes Growmedium die richtige Gefäßgröße und eine spezielle Nährlösung die du nur nach Anleitung verwenden solltest.

    Besorge dir vorab unbedingt die entsprechende Fachliteratur!

  • Sorge für eine angemessene Wasserzufuhr

    Hanfpflanzen mögen keine nassen Füße. Gieße daher nur moderat.

    Der häufigste Fehler von Anfängern ist neben der Überdüngung die Überwässerung. Sobald sich Staunässe einschleicht, besteht Fäulnisgefahr für die Wurzeln.

    Beim Anbau auf Erde ist es daher sinnvoll, in ca. 1/3 des Topfs eine Drainageschicht aus Blähton zu legen. Staunässe wird so abgefedert und Wasser kann leichter ablaufen.

    Bei Hydrokultur gelten nochmals speziellere Regeln. Wegen der höheren Komplexität und nur begrenzter Anwenderzahl wird hier nicht weiter drauf eingegangen.

    Ist die Wurzel erst einmal erkrankt, kann die Pflanze meist nicht mehr gerettet werden. Da die Nährstoffaufnahme massiv gedrosselt wird, werden die Pflanzen krank oder sterben ab.

    Lass daher deine Pflänzchen ruhig des öfteren im Trockenen, denn auch hier gilt: weniger ist mehr!

    Testen kannst du den Wasserbedarf per Finger. Spürst du einen halben Finger tief in der Erde keine Feuchtigkeit, ist es Zeit zu gießen.

    Achte beim Gießwasser auf die pH- und EC-Werte. Ideale Werte hat  Regenwasser. Bei zu hartem Wasser, Chlor oder schädlichen Keimen lohnt sich eine Wasserfilter.

    Gute pH- und EC-Messgeräte findest du bei grow-shop24 oder Grow Guru.

Bücher über den Cannabis-Indoor-Anbau

Sobald du dich endgültig entschieden hast, lohnt es sich immer die entsprechende Fachliteratur zu studieren. Gute Bücher von erfahrenen Anbauexperten steigen wesentlich tiefer in die Thematik ein wie hier im Internet möglich!

Gute Bücher zum Thema Innenanbau sind:

Alternativ kann auch ein Online-Kurs dein Anbauwissen beflügeln. Die THC University macht dich mit Jorge Cervantes zum Experten!

Falls du am Ende des Kapitels nun zum Schluss kommst, dass Indooranbau für dich nicht geeignet ist, dann lernst du in den nächsten Kapiteln noch weitere Möglichkeiten des Homegrowens kennen.

Achte unbedingt auch hier darauf, dich stets an das geltende Recht zu halten!

Tipp

Konfiguriere im Komplettset-Generator von Grow Guru deinen eigenen Indoor-Garten oder wähle ein perfekt auf deine Bedürfnisse und dein Budget abgestimmtes Growbox-Komplettset bei grow-shop24.

Behalte bei deiner Kaufentscheidung immer auch den Stromverbrauch im Auge. Neue LED-Systeme sind hier unschlagbar! Ein gutes minimalistisches System für kleinere Pflanzen ist z. B. das LED HOMEbox Q60+ / XS Growbox Komplettset 60x60x160cm bei grow-shop24.

Sollen es etwas größere Pflanzen sein, dann eignet sich das LED HOMEbox Q80+ / S Growbox Komplettset 80x80x180cm oder das LED HOMEbox Q100 / L Growbox Komplettset 100x100x200cm von grow-shop24.

Outdooranbau

Outdooranbau ist das Gegenteil vom Indooranbau. Kontrolle gibt es kaum, dafür hast du Luft nach oben und kannst riesige Sativas hochziehen. Gleichzeitig ist der Outdoor-Hanfanbau die kostengünstigste Möglichkeit Hanf anzubauen.

Doch was ist überhaupt unter Outdooranbau zu verstehen?

Outdooranbau ist das Synonym von Außenanbau, also dem Anbau unter freiem Himmel.

Zum Outdooranbau gehört sowohl der Anbau von Hanf im Garten, als auch der Guerillagrow in der Wildnis und der Hanfanbau auf Balkon und Dachterrasse.

Anders als drinnen, sind die Pflanzen draußen nicht vor Wind und Wetter geschützt.

Der Balkon- und Dachterrassengrow unterscheidet sich jedoch vom klassischen Outdooranbau durch kleinere und unauffälligere Pflanzen sowie die fehlende Möglichkeit, direkt im Beet oder Erdloch anzubauen.

Wegen der großen Popularität dieser Outdooranbauart, werden am Ende dieser Seite die Aspekte des Balkongrows gesondert beleuchtet.

Achtung

Hast du an deinem Wohnort die Möglichkeit legal anbauen zu dürfen? Nicht immer gelten für den Outdoor-Anbau  dieselben Regeln wie für den Indoor-Anbau. In Spanien z. B. stellt „die Anpflanzungen und der Anbau von toxischen Drogen, Betäubungsmitteln oder psychotropen Substanzen an öffentlich sichtbaren Orten“ eine schwere Straftat dar!

Topf oder Boden?

Outdooranbau findet meist im Mutterboden statt. Dieser gibt den Wurzeln nicht nur Freiraum zur Entfaltung, sondern schützt das empfindliche Wurzelgeflecht vor Kälte, Wärme und Austrocknung.

Topfpflanzen sind anfälliger für Hitze- und Kälte, können aber zur Not weggebracht werden. Besonders bei Hagel, Frost und Sturm zahlt sich die Flexibilität von Töpfen aus.

Weiter Vorteil von Töpfen: du kannst deine Pflanzen dem Verlauf der Sonne folgend beliebig oft versetzten.

Nachteil von Töpfen: Topfpflanzen müssen häufiger gegossen werden und werden durch den Topf im Wachstum beschränkt.

Tipp

Verwende große Töpfe (18–30 l), wenn auch deine Pflanzen groß werden sollen. Als gute Töfpe haben sich besonders Air-Pot-Töpfe bebwährt. Diese findest du bei grow-shop24 und Grow Guru.

Wenn du noch unschlüssig bist ob du lieber im Topf oder im Boden anbauen solltest, hilft dir vielleicht der Blog-Artikel „Cannabis Outdoor Grow: Im Topf oder im Boden?“ von Sensi Seeds weiter.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Außenanbau

Outdoor angebaute Hanfpflanze unter freiem Himmel

Falls du rechtlich im „grünen“ Bereich bist, herzlichen Glückwunsch! Du kannst jede Menge Strom sparen und unglaubliche Ernten einfahren. Hier erfährst du wie:

  • Studiere das lokale Klima

    Temperaturverhältnisse: 12°–30° C ideal für gesundes Wachstum

    Sonnenstunden: Min. 5–6 Std. direktes Tageslicht vom Sämling bis zur Ernte nötig

    Luftfeuchtigkeit: Hohe Luftfeuchtigkeit v. a. bei Kälte und Regen fördern Schimmelbefall

    Wetterextreme: Eisheilige, Herbststürme, Regenzeit, Dürreperioden usw. sind zu meiden

    Plane den Anbauzeitraum mit der passenden Sorte gemäß den klimatischen Bedingungen vor Ort.

    Die Sonne ändert im Verlauf der Jahreszeiten ihren Einstrahlwinkel. Dies kann zur Verschattung an deinem Standort führen. Hier sind Frühblüher und Selbstblüher im Vorteil!

    Berücksichtige auch die Tageslichtlänge. Ja nach Breitengrad kann diese schwanken.

    Das kandischen Vancouver bietet dir kurze aber intensive Sommer mit 16 Stunden Tageslicht, ideal für schnelle Hanfpflanzen.

    Im kolumbianischen Cartagena liefert dir der ewige Sommer nahezu konstante 12 Stunden Tageslicht, ideal für langsam wachsende Landrassen aus dem Sativaspektrum.

  • Wähle einen passenden Standort

    Licht: Über 5–6 Std. direktes Tageslicht pro Tag müssen die Pflanzen abbekommen

    Hanglage: In bergigen Gegenden in Süd-, Südost- oder Südwestrichtung anbauen

    Tarnung: Einbettung in natürliche Vegetation oder Mischung mit Kulturpflanzen

    Heißes Klima: Hanf an windigen Stellen anbauen & Wasserversorgung berücksichtigen

    Kaltes Klima: Hanf an Stelle mit Wärmespeicherung anbauen (z. B. an Felsen)

    Windiges Klima: Hanf an Windschutzzaun, Hecke oder Mauer anbauen

    Wasserverfügbarkeit: Hanf benötigt regelmäßig Wasser, dieses sollte verfügbar sein

    Guerilla-Anbau: Lichtdurchflutete Waldlichtungen sind der beliebtester Ort beim Guerilla-Anbau

    Garten: Bäume, Hecken, Dornengestrüpp oder Zäune halten Diebe, Nachbarn und Tiere auf Distanz

  • Verwende einen guten Boden

    Bodenzusammensetzung: Lehm, Sand und Schlick – nicht immer ideal zusammengesetzt

    Ideal: locker, luftig, leicht sauer und mit Humus angereichert

    Lehmiger Boden:  behindert die Wurzelentwicklung und Sauerstoffversorgung

    Sandiger Boden: gute Durchlüftung und Drainage an den Wurzeln, jedoch nährstoffarm

    Schlickhaltiger Boden: optisch tief-dunkler Boden – am besten geeignet

    Je nach Bodenqualität kannst du dir überlegen, ob du die gesamte Anbaufläche aufbereitest und Bodenverbesserer wie Kompost, Mist, Gesteinsmehl, Torf oder Schafswolle verwendest.

    Eine gute Alternative ist das Ausheben von Löchern, etwa in der Größe eines passenden Pflanzgefäßes. Dieses wird dann mit 1/3 Blähton und 2/3 Growsubstrat gefüllt.

    ProdukttippBioBizz All-Mix Erde vorgedüngt

  • Verwende den passenden Dünger

    Je nach Bodenfruchtbarkeit benötigen deine Pflanzen keine, wenige oder viele Düngergaben. Dünger dient auch als Stimulanz in der Wachstums- und Blütephase.

    Wieviel Nährstoffe du zusetzen solltest, kannst du entweder durch eine Bodenanalyse erfahren oder durch gute Kenntnisse über Mangelerscheinungen bei Pflanzen.

    Einfacher macht es vorgedüngte Cannabiserde. Damit kann für ca. 3 Monate Dünger eingespart werden.

    Um Wachstum oder die Blütenbildung zu beschleunigen ist organischer Dünger für die Pflanzenvitalität und Erntequalität besser geeignet als rein mineralischer Dünger.

    Gute natürliche Dünger sind Wurmmist, Fischmehl, Guano und Algen. Alternativ kannst du dir auch das Biobizz-Outdoor-Try-Pack besorgen.

    Arbeite in den Boden auch unbedingt Mykorrhiza, Trichoderma und Bodenbakterien ein, dieses sorgt für gesündere und kräftiger Wurzeln und damit für eine verbesserte Nährstoffversorgung der Pflanzen.

  • Sorge für optimale Wasserversorgung

    Outdoor bestimmen das natürliche Wasservorkommen im Boden, die klimatischen Verhältnisse und die verwendete Genetik den Wasserbedarf.

    In subtropischen und regenarmen Sommern, wie beispielsweise in Kalifornien oder in Südspanien, kann eine große Hanfpflanze schonmal 30–40 l Wasser pro Tag verbrauchen.

    Wenn du also deine Hänflinge gut über den Sommer bringen willst, benötigst du einen verlässlichen Wasserzugang. Guerillagrower bauen daher immer in Gewässernähe an wie z. B. in einer Waldlichtung mit nahegelegenem Bach.

    Im eigenen Garten hat sich das Anlegen eines Regenwassertanks bewährt. Für Hanf gibt es kein besseres Wasser als Regenwasser. Grund: Leitungswasser ist oft zu alkalisch oder beinhaltet Chlor.

    Bist du auf Leitungswasser angewiesen, dann lohnt es sich dieses zu filtern, abzukochen oder die benötigte Gießmenge über Nacht in einem Gefäß stehen zu lassen. Chlor verdunstet so von alleine.

    In trockenen Gegenden lohnt es sich den Wasserverlust zu minimieren, z. B. durch das Unterlegen von Steinen im Erdloch. Um die Verdunstung zu reduzieren, werden auch rings um die Pflanze Steine gelegt.

    In heißen Gegenden wird Hanf auch oft in einen Krater eingesetzt. Wasser fließt so schlechter ab, Regenwasser wird besser abgefangen.

    Regnet es viel, helfen kleine Hügel aus Erde und reichlich Drainagematerial im Erdloch. Auch Gräben rings um die Pflanzen leiten überschüssiges Wasser weg.

    Denke immer daran, dass zuviel Wasser schädlich ist. Gieße daher erst, wenn die obere Erdschicht trocken ist.

    Gelegentlicher Wasserverzicht führt zu einer besseren Belüftung des Bodens.

    Produkttipp: Gießkanne 10L, mit Brausekopf.

  • Besorge dir die richtigen Gartengeräte

    Spaten zum Löcher graben – Produkttipp: Gärtnerspaten bei eBay.

    Gartenkralle zum Auflockern des Bodens – Produkttipp: Original Gartenkralle bei eBay.

    Klappspaaten für Guerilla-Grower – Produkttipp: Bundeswehr-Klappspaaten bei eBay.

    Astscheere zum Freischneiden und Ernten – Produkttipp: Teleskop-Astscheere bei eBay.

    Gieskanne zum Bewässern deines Hanfgartens – Produkttipp: 10-l-Gießkanne bei eBay.

    Gartenschlauch als Alternative zur Gieskanne – Produkttipp: Schlauchwagen-Set bei eBay.

  • Schütze deine Pflanzen

    Schnecken lieben Sämlinge – Produkttipp: Schneckenzaun oder Schneckenfallen bei eBay.

    Trauermücken zerstören das Wurzelsystem – Produkttipp: Nematoden bei eBay.

    Blattläuse, Thripse, Spinnmilben, Woll- und Schmierläuse – Produkttipp: Florfliegenlarven bei eBay.

    Wild liebt Jungpflanzen – Produkttipp: Wildabwehrnetz bei eBay.

    Mehltau an den Blättern – Produkttipp: Neemöl bei eBay.

    Temperaturen unter 5° C – Produkttipp: Frostschutzvlies bei eBay.

    Temperaturen über 30° C – Produkttipp: Schattiernetz bei eBay.

    Windböhen und Stürme – Produkttipp: Pflanzenabdeckung bei eBay.

    Regen kann zu Schimmel führen – Produkttipp: Schutzdach für Pflanzen bei eBay.

    Nachbarn und Diebe – Produkttipp: Weiden-Sichtschutzmatte bei eBay.

  • Wähle die passende Genetik

    Welche Genetik die passende ist, hängt von den Standortgegebenheiten und deinen Anbauzielen ab.

    Die hochwasenden Sativas mit ihren langen luftigen Buds vertragen Hitze, Feuchtigkeit und Regen ohne größere Probleme. Kälte und Wind dagegen sind schlecht.

    Tropische Sativas sind in der nördliche Hemisphäre oft erst im Dezember erntereif. Dies mag zwar auf den Kanarischen Inseln oder in Kalifornien kein Problem darstellen, in Kanada oder Colorado schon.

    Indicas mit ihrem kompakten Wuchs und komprimierten Knospen trotzen Temperaturschwankungen, Kälte und Wind. Hohe Luftfeuchtigkeit und Regenperioden führen jedoch oft zu Schimmelbefall.

    An rauhes Gebirgsklima gewöhnt, beendigen Indicas ihre Blüte meist lange vor dem ersten Kälteeinbruch. Viele Indicas können in kälteren Gegenden daher problemlos draußen angebaut werden.

    Willst du (akklimatisierte) Sativas anpflanzen, dann berücksichtige unbedingt die Wuchshöhe, die bis zu 4,50 m betragen kann. Indicas werden maximal halb so groß.

    Für diskreten Outdooranbau sind Autofloweringsorten die beste Möglichkeit, denn diese werden bei weitem nicht so große wie photoperiodisch blühende Indicas oder gar Sativas.

    Leider erbringen Autoflowerer geringere Erträge als ihre photoperiodischen Geschwister, dafür kannst du selbstblühenden Hanf mehrmals im Jahr anbauen und ernten!

    Weitere Infos zur optimalen Samenwahl mit der  für dich passenden Genetik findest du hier bei Samen.

    Tipp: Sensi Seeds bietet dir eine hervorragende Auswahlfunktion, mit der du die für deinen Standort passenden Hanfsorten näher betrachten kannst.

Bücher über den Outdooranbau von Hanf

Im Gegensatz zu Indoorgärtnern, finden sich für Outdoorgrower nur selten gute Bücher zum Thema. Eines davon ist das Buch „OUTDOOR-Anbau“ von Mr. José!

Alternativ findest du jede Menge hilfreiche Blogartikel bei Sensi Seeds:

Die besten Outdoor-Sorten

Gute Outdoor-Sorten zu finden ist schwierig. Potentes Cannabis stammt aus warmen Gegenden. Dennoch gibt es 1A-Autoflowerer die auch in kühlen und kurzen Sommern blühen und gedeihen z. B.Critical Chaze von Flash Seeds, Alaskan Purple Auto von Seedsman und CBD Crack Auto von FastBuds.

Gewächshausanbau

Gewächshausgrow ist nur wenigen Privilegierten vorenthalten. Nicht jeder hat einen Garten, geschweige denn ein Gewächshaus oder die Möglichkeit ein solches zu installieren.

Vorteile vom Gewächshausanbau

Der Anbau im Gewächshaus ist sicherlich die ertragreichste Anbauform von Hanf und gleichzeitig die energieeffizienteste.

Dank der zurückbehaltenen Wärme im Gewächshaus, lassen sich viele Indoorsorten auch in kalten Klimazonen anbauen.

Selbst tropische Landrassen können erfolgreich kultiviert werden. Mehrfachernten sind problemlos möglich.

Nachteile vom Gewächshausanbau

Gewächshäuser sind zwar besser gegen Kälte, jedoch schlechter gegen Wärme geschützt.

Schimmel und Geruch sind dort viel schneller präsent als in einer automatisierten Growanlage oder beim Außenanbau. Grund: die meist suboptimale Belüftungssituation sorgt für eine überdurchschnittlich hohen Luftfeuchtigkeit und stehende Luft.

Gute Durchlüftung, zusätzlich Ventilation oder kurzfristiges Verdunkeln bei starker Sonnenbestrahlung können hier weiterhelfen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Anbau im Gewächshaus

Gewächshaus mit optimalen Bedingungen für den Hanfanbau

Darfst du legal im Gewächshaus Hanf anbauen? Dann Hut ab, du kannst Top-Genetiken mit weltklasse Erträgen anbauen! Hier erfährst du was zu tun ist:

  • Beschaffe dir ein passende Gewächshaus

    Welches Gewächshaus das Richtige für dich ist, hängt von deinem Budget, der geplanten Pflanzenanzahl und der Größe deiner Pflanzen zusammen.

    Überlege dir auch, ob du noch andere Pflanzen im Gewächshaus anbauen willst, denn dann benötigst du eine größere Fläche.

    Am besten, leider aber auch am teuersten, sind Glasgewächshäuser. Alternativ kannst du auf kostengünstigere Gewächshäuser aus Polycarbonat, Polyethylen oder PVC zurückgreifen.

    Am besten du schaust einfach mal bei eBay rein, ob dort ein passendes Gewächshaus für dein Budget und Growvorhaben dabei ist.

  • Wähle die passende Genetik

    Egal ob du bereits ein Gewächshaus hast oder erst noch anschaffen willst, die Genetik sollte zum verfügbaren Platz passen. Achte daher auf die Züchterangaben zur Wuchshöhe und Ausdehnung.

    Beim Gewächshausanbau ist immer an Schimmel zu denken. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, die Durchlüftung eingeschränkt. Schimmelresistente Sorten sind daher ein Muss.

    Auch die Wärmeentwicklung im Gewächshaus kann hoch sein. Temperaturen über 30° C sind im Sommer keine Seltenheit. Ideal für solche Bedingungen sind tropische Sativas.

    Über Kälte, Wind und Regen im Herbst musst du dir dagegen weniger Sorgen machen. Vergiss aber nicht, dass die langsamer blühenden Sativas vor Wintereinbruch fertig sein müssen.

    Ein guter Kompromiss ist daher Sativa-Genetik für gemäßigtes Klima zu verwenden. Schau hierzu einfach mal bei Sensi Seeds oder Dutch Passion rein.

    Willst du mehrere Ernten einfahren, dann solltest du auf sativalastige Autoflowerer setzen wie die Automatic-Hanfsorten von Flash Seeds.

  • Entscheide dich zwischen dem Anbau im Topf oder in der Erde

    Die meisten Gewächshäuser sind dafür ausgelegt, dass du deine Pflanzen direkt im Boden einsetzten kannst.

    Allerdings verliert der Boden von Jahr zu Jahr Nährstoffe. Wechsle die Gewächshauserde daher jährlich. Am besten du holst dir dafür die BioBizz All-Mix Erde vorgedüngt 50L bei grow-shop24.

    Alternativ kannst du auch Töpfe verwenden, idealerweise mit 18–30 l Füllvolumen. Wird es mal zu heiß oder zu kalt, kannst du deine Pflanzen problemlos in Sicherheit bringen.

    Falls du dich für den Gewächshausanbau mit Töpfen entscheidest, dann besorg dir Airpot-Töpfe. Diese findest du z. B. bei grow-shop24 oder Grow Guru.

  • Verwende zusätzliche Tarnpflanzen

    Auch wenn du bereits legal anbauen darfst, hast du sicher kein Interesse, dass Nachbarn oder gar Diebe von deinem Grow etwas mitbekommen.

    Am besten ist es daher im Gewächshaus auch noch andere Pflanzen anzubauen, am besten solche die in Größe und Statur einer Hanfpflanze recht nahe kommen.

    Gut geeignet dafür sind Tomaten-, Paprika- und Chilipflanzen. Auch rankende Pflanzen wie Gurken, Zucchini oder Melonen kannst du mithilfe eine Pflanzengitters gut integrieren.

    Bei Tomaten ein ganz heißer Tipp: Mexikanische Honigtomaten!

    Zur Mischkultur mit Hanf eignen sich auch Sonnenblumen, Ringelblumen, Basilikum oder Topinambur.

    Zur Geruchsbekämpfung kommen Lavendel, Currykraut, Eberraute, Thymian,
    Anis, Ysop, Rosmarin, Mädesüß und Zitronenverbene in Frage.

    Willst du eine hanfähnliche Pflanze zur Tarnung anbauen, kommen Mönchspfeffer und Hanfhibiskus in Frage.

    Und: es gibt sogar Hanfpflanzen, die gar nicht wie Hanf aussehen, nämlich Auto Duck und Frisian Duck!

  • Sorge für ausreichend Belüftung

    Hohe Luftfeuchtigkeit und Abschirmung gegen Wind von außen, können der Grundstein für Schimmel und labile Pflanzen sein.

    Schaffe daher Belüftungsmöglichkeiten wie offene Gewächshausfenster und -türen. Auch ein Ventilator kann Gold wert sein, soweit sich in Gewächshausnähe eine Stromquelle befindet.

    Gegenüberliegende Windlöcher, idealerweise in Hauptwindrichtung, haben sich besonders bei Foliengewächshäusern bewährt.

    Lass dein Gewächshaus immer so oft und so lange wie möglich offen und schließe dieses nur nachts oder bei Kälte und Unwetter.

    Damit wird das Schimmelrisiko stark reduziert. Durch permanentes Windtrainung wachsen die Pflanzen stabiler und kompakter.

  • Schütze deine Pflanzen vor Schädlings- und Pilzbefall

    Windstille und hohe Luftfeuchtigkeit sind ein Traum für Pilze und Schädlinge.

    Wie bereits erwähnt, hilft eine gute Durchlüftung vorbeugend gegen Pilze. Ach Schädlinge haben es in einem luftigen Klima wesentlich schwerer.

    Vorbeugend solltest du neben guter Belüftung auch mit Nützlingen oder Neemöl arbeiten.

    Florfliegenlarven helfen gegen Blattläuse, Schildläuse, Thripse und Spinnmilben. Kaufen kannst du diese z. B. bei eBay.

    Gegen Trauermücken solltest du vorbeugend Nematoden verwenden. Deren Eier sind ebenfalls bei eBay erhältlich und lassen sich in einem Pulvergemisch gut in Gießwasser lösen und verteilen.

    Neemöl wirkt auch gegen Nützlinge. Verwende also entweder Nützlinge oder Neemöl! Neemöl solltest du nur stark verdünnt in einer Sprühflasche anwenden. Auch dieses kannst du bei eBay kaufen.

    Der beste Schutz vor Schädlingen und Pilzen sind ohnehin starke Pflanzen. Füttere diese mit Mykorrhiza und deine Pflanzen werden von den Wurzeln aus massiv gestärkt.

    Produkttipp: Mykorrhiza bei eBay.

Noch Fragen zum Gewächshausgrow? Weitere Infos zum Thema findest du im Sensi-Seeds-Artikel „Cannabis im Gewächshaus anbauen“.

Tipp

Willst du dir ein Gewächshaus kaufen, dann orientiere dich immer an Tomaten, denn diese haben ähnliche Anforderungen und Wuchshöhen wie Hanf. Gut geeignet ist z. B. das Plantiflex-Aluminium-Gewächshaus bei eBay.

Balkonanbau

Der Hanfanbau auf dem Balkon ist eine der beliebtesten Anbauformen überhaupt. Nicht jeder hat das Geld für eine Growbox oder einen Garten. Was liegt da näher auf der Hand, als auf dem Balkon ein paar seiner Lieblingspflänzchen hochzuziehen?

Und in der Tat, die Bedingungen haben sich spürbar gebessert:

Hanfanbau ist vielerorts bereits legal oder zumindest entkriminalisiert, soweit eine gewisse Anzahl an Pflanzen nicht überschritten wird und der Eigenverbrauch im Vordergrund steht.

Scheiterte der Hanfanbau auf dem Balkon früher oft an zu hochwachsenden Pflanzen oder einer gestörten Blütenbildung durch nächtlichen Lichteinfall, sieht die Lage heute ganz anders aus.

Der hochinnovative Markt für Cannabissamen bietet Samen für kleine kompakte Pflanzen die unabhängig von der Jahreszeit blühen und – ganz wichtig – nicht von Störlicht ihre Entwicklung beeinflusst werden. Gemeint sind die sogenannten Selbstblüher.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Anbau auf dem Balkon

Hanfpflanze auf dem Balkon als beliebte Anbaumöglichkeit für den Eigenbedarf

Du darfst legal anbauen, hast aber kein Budget für eine Growbox, dafür aber einen Balkon? Mit der richtigen Genetik wirst du viel Spaß haben! Wie? Das erfährst du hier:

Achtung

Vergiss beim Balkonanbau niemals den Geruch den deine Pflanzen in der Blüte an die Umgebung abgeben. Dein Balkon sollte unbedingt gut durchlüftet sein, so dass entsprechende Düfte schnell verfliegen.

Sei bei der Pflanzenzahl nicht nur wegen der Legalität zurückhaltend. Prinzipiell sollten Unbekannte „keinen Wind“ von deinen kleinen Schatz auf dem Balkon mitbekommen! Weniger ist daher oft mehr.

Denke auch daran, dass in Spanien der Eigenanbau zwar legal ist, aber nur wenn der Growbereich nicht öffentlich, sprich von der Straße oder einem gegenüberliegenden Haus einsehbar ist.

In Österreich musst du leider deine Pflanzen entsorgen sobald erste Blühzeichen erkennbar werden. In der Schweiz darfst du nur reine CBD-Strains anbauen, sprich der THC-Gehalt darf niemals 1 % übersteigen!

Informiere dich daher immer ob und in welcher Form du anbauen darfst bzw. wie hoch die maximal erlaubte Pflanzenzahl ist!

Finde jetzt deine Lieblingshanfsorte