Gründe für den Eigenanbau

Selbst angebaute Hanfpflanze von einem Homegrower aus Colorado

Unabhängigkeit vom Dealer, Schutz vor Streckmitteln und freie Sortenwahl – dafür wurde früher angebaut. Heute boomt der Eigenanbau besonders wo er legal ist.

Was liegt mehr auf der Hand einmal selbst auszuprobieren, was Mutter Natur so hergibt? Die Auswahl an Hanfsorten ist gewaltig – eine Wahlfreiheit, bei der keine noch so gut sortierte Apotheke oder Verkaufsstelle mithalten kann. Der Anbau ist praktisch überall praktizierbar, solange es das Gesetz erlaubt!

Warum Hanf anbauen?

In verschiedenen Ländern und Regionen ist der Hanfanbau für Volljährige erlaubt oder entkriminalisiert. Zu den berühmtesten Beispielen zählen Uruguay, die US-Bundesstaaten Colorado und Kalifornien sowie Kanada, Südafrika und Mexiko – außerdem bald auch Luxemburg!

In Spanien ist der Anbau für den Eigenbedarf in den eigenen 4 Wänden nicht strafbar. In Holland werden bis zu 5 Pflanzen „geduldet“. In Österreich darf immerhin bis zur Einleitung der Blüte angebaut werden. In der Schweiz ist der Eigenanbau von CBD-Gras mit weniger als 1 % CBD-Gehalt erlaubt.

All das ist kein Blankoscheck. Denn wenn Behörden keinen Eigenbedarf erkennen können oder nachweisen, dass bestimmte Vorschriften nicht eingehalten oder notwendige Meldepflichten umgangen wurden, wird es ungemütlich!

Was spricht gegen den Eigenanbau?

In den meisten Ländern ist Hanfanbau leider noch verboten oder nur teilweise erlaubt (z. B. in der Schweiz CBD-Gras und in Österreich nur bis zur Blüte). Anbauen solltest du daher selbstverständlich nur solange du dich im legalen Rahmen des Gesetzes bewegst.

In Kanada, verschiedenen US-Bundesstaaten, spanischen Cannabis-Social-Clubs und niederländischen Coffeeshops, gibt es oft eine riesige Auswahl an Cannabisprodukten. Warum also noch Zeit, Geld und Platz zu investieren?

Lohnt sich der Eigenanbau dann überhaupt noch?

Dafür gibt es mehrere Antworten:

1. Unabhängigkeit

Nicht jedermann hat an seinem Wohnort eine Verkaufsstelle für legales Cannabis. Auch wenn der Anbau legal ist, ist dann die Selbstversorgung oft die einzige Möglichkeit um gutes Weed zu genießen.

2. Verfügbarkeit

Nicht immer und überall werden die Sorten angeboten die man gerne möchte. Für den Eigenanbau steht jedoch ein riesiges Samensortiment zur Verfügung, welches ermöglicht die verschiedensten Sorten auszuprobieren.

3. Gesundheit

Auch legal gekauftes Gras kann mit Pilzen kontaminiert, überdüngt oder mit Pflanzenschutzmitteln belastet sein. Nicht jedermann ist bereit sich für ein bische Spaß seine Gesundheit zu gefährden.

4. Geschmack

Geschmacklich schmeckt gekauftes, nicht ausreichend gespültes Gras einfach nicht gut. Oft wird von kommerziellen Growern vergessen, kurz vor der Ernte die Blüten durch Spülung von Düngerrückstände zu befreien oder diese richtig auszuhärten.

5. Budget

Legales Cannabis ist als gefragte Medizin und beliebtes Genussmittel teuer. Nicht jeder kann sich sein Lieblingsgras oder gar seine dringend benötigte Medizin leisten. Viele Hanfnutzer setzten daher auf Selbstversorgung.

6. Spaß

Zuletzt macht es vielen einfach Spaß, Pflanzen anzubauen. Jeder der schon mal Tomaten oder Paprika angebaut hat weiß, wie schön es sein kann, den eigenen Sprösslingen beim Wachsen zuzusehen.

Und welcher Hobbygärtner ist nicht Stolz darauf, seinen Liebsten das eigene Gemüse zu servieren?!