Ernte der Hanfpflanze

War dein Homegrow erfolgreich? Dann ist die Ernte der letzte Schritt zum Blütentraum. Hier erfährst du was du tun muss, damit nichts schief geht!

Getrocknete und fermentierte Hanfblüten einer erfolgreichen Ernte

Ernten

Herzlichen Glückwunsch, du hast deinen Grow erfolgreich bis zur erntereifen Blüte gebracht. Nun ist es Zeit zu ernten was du gesät hast!

Frisch abgetrennte Hanfblüte auf einer Holzunterlage

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Ernten?

Zunächst ist es wichtig den richtigen Zeitpunkt zur Vorernte zu erwischen. Grund: noch vor der Ernte müssen deine Pflanzen gespült werden. Ansonsten können Düngerreste zu Qualitätseinbußen bei der Ernte führen.

Beginne deine Hanfpflanzen daher ca. 10 Tage vor der Ernte  zu spülen. Gieße deine Pflanzen sooft und soviel, bis klares Wasser aus dem Topfboden austritt. Lass dieses vollständig abfließen, so dass keine Staunässe entsteht.

Erst wenn die Pflanzen mehrere Spüldurchgänge durchlaufen haben, ist es Zeit für die richtige Ernte.

Erntezeitpunkt

Nun zum genauen Erntezeitpunkt: dieser tritt ein, wenn ca. 5075 % der Trichomhärchen sich rötlich braun verfärbt haben. D.h. ca. 2550 % der Blütenhärchen sind noch weiß.

Eine weitere Methode zur Bestimmung der optimalen Erntezeit ist die Begutachtung der Trichome. Trichome sind winzige Harzkügelchen an den Buds. Im Verlauf der Blütenentwicklung reichern sich diese zunehmend mit Wirkstoffen an.

Sind die Trichome klar und transparent, haben sich noch nicht ausreichend viele Wirkstoffe gebildet. Sobald diese milchig werden, ist die Wirkstoffanreicherung hoch genug um mit der Ernte zu beginnen.

Wartest du zu lange, werden die Trichome bernsteinfarben und bilden müde machendes CBN. Idealerweise sind ca. 75 % der Trichome milchig, 25% klar oder bereits bernsteinfarben.

Eine dritte Methode ist die Erntezeit anhand der Züchterangaben zu bestimmen. Allerdings unterliegt die Reifung natürlichen Schwankungen, die besonders outdoor kaum vorhersehbar sind.

Tipp

Um den richtigen Erntezeitpunkt zu erwischen, lohnt es sich den Reifegrad mittels Mikroskop zu bestimmen wie z. B. mit dem handlichen Mikroskop mit LED Beleuchtung bei grow-shop24.

Methoden

Erntemethoden von Hanf gibt es verschiedene. Und genauso verschieden sind auch die Meinungen von Growern, welche Methode die beste ist.

  • Ernten der ganzen Pflanze: ist die weitverbreitetste Methode und gleichzeitig die einfachste. Die Hanfpflanzen werden direkt am Hauptstamm knapp über der Wurzel abgetrennt.
  • Ernten der halben Pflanze: wird praktiziert um den unteren Buds die Chance zu geben, ebenfalls vollständig heranzureifen. Dazu wird der obere Pflanzenteil  vollständig abgetrennt, der untere Teil wird später geerntet.
  • Ernten einzelner Blüten: ist weniger verbreitet. Durch ausschließliches Entfernen der reifen Blüten besteht prinzipiell die Möglichkeit, dass sich neue Blüten bilden. Der hohe Aufwand lohnt aber kaum.

Um Platz und Licht besser anderen Pflanzen zur Verfügung zu stellen, entscheiden sich die meisten Grower für die Ernte der ganzen Pflanze. Der größere Aufwand für ein wenig Mehrertrag bei Ernten der halben Pflanze oder einzelner Blüten lohnt kaum.

Baust du jedoch Outdoor an und hast genügend Platz und Licht für andere bzw. neue Pflanzen, sieht die Sache anders aus. Dann könntest du problemlos durch das Ernten der halben Pflanze oder einzelner Blüten deine Erträge maximieren!

Equipment

Um deine Hanfpflanzen richtig zu ernten benötigst du das passende Erntezubehör. Zum Abrennung des Stamms, der Äste und der Blüten genügt ein Paar Gummihandschuhe und eine Ernteschere. Beides findest du bei Grow Guru und grow-shop24.

Hinweis

Im Sensi-Seeds-Blog-Artikel „Wie man Cannabispflanzen richtig erntet“ findest du weitere hilfreiche Infos zur Ernte von Cannabispflanzen.

Trimmen

Sobald du deine Pflanzen geerntet hast, wirst du wahrscheinlich zuerst ans Trocknen denken. Doch halt: warum deine Ernte nicht zuvor trimmen?

Frisch getrimmte Hanfblüte zwischen den Fingern

Trimmen bedeutet nichts anderes als Blüten von eingewachsenen Blättern zu befreien. Damit erhältst du viel hochwertigere Buds. Ansonsten musst du mit einem kratzigen Konsumerlebnis rechen. Ohne Blätter sehen deine Buds auch optisch besser aus.

Durchführen kannst du die Maniküre mit einer einfachen Schere oder du entfernst die betreffenden Blätter per Hand. Die so gewonnenen Trimmreste sind ein wertvoller Überschuss aus dem du Extrakte herstellen kannst.

Prinzipiell hast du hierbei die Wahl zwischen Nass-Trimmen oder Trocknen-Trimmen.

Nass-Trimmen

Nass-Trimmen beginnt mit dem Abtrennen der frischen Blüten von Stamm, Ästen und Zweigen. Lege dir dafür eine Unterlage mit Backpapier zurecht, auf die du 3 Gefäße stellst.

  1. Gefäß für die großen Blätter ohne Harz
  2. Gefäß für die blütennahen Blätter bzw. Trimmreste
  3. Gefäß für die getrimmten Blüten.

Sobald das Material sorgfältig voneinander getrennt wurde, geht es weiter zum Trocknen.

Vorteil vom Nass-Trimmen ist, dass dies viel schneller geht als zuerst die kompletten Pflanzen zu trocknen und dann die getrockneten Blüten abzutrennen und zu beschneiden.

Nachteil ist, dass die Blüten ohne Blätter wesentlich schneller trocknen. Dies kann sich nachteilig auf den Geschmack auswirken, es sei denn triffst Gegenmaßnahmen.

Übrigens: der Hanfgeruch beim Trimmen ist sehr intensiv. Führe daher entsprechende Maßnahmen durch, um Dritte nicht zu belästigen.

Trocken-Trimmen

Trocken-Trimmen ist das genau Gegenteil von Nass-Trimmen. Zuerst werden die ganzen Pflanzen getrocknet und dann die blütennahen Blätter abgetrennt.

Dafür besorgst du dir wie beim Nass-Trimmen am besten eine Unterlage und 3 Gefäße für 1. Pflanzenmaterial, 2. blütennahe Blätter und 3. getrimmte Blüten.

Vorteil vom Trocken-Trimmen ist die vorangegangene langsamere Trocknung der Blüten. Ummantelt von Blättern verdunstet die Feuchtigkeit wesentlich langsamer. Die trocken getrimmten Blüten verfügen daher meist über ein besseres Aroma.

Nachteil ist, dass sich beim Trimmvorgang die Harzkristalle aufgrund der Trockenheit leichter lösen. Folge ist dann ein Wirkstoffverlust der Blüten. Unbeabsichtigt gelöste Harzkristalle können jedoch zur Extraktherstellung verwendet werden.

Equipment

Equipment zum Trimmen ist eigentlich in jedem Haushalt vorhanden. Du brauchst lediglich eine Schere, Handschuhe, eine Unterlage und Gefäße für Blüten, Blätter, Äste und Trimmreste. Ideal sind Gläser mit Schraubverschluss z. B. alte Marmeladengläser.

Scheren und Handschuhe findest du z. B. bei Grow Guru oder grow-shop24. Gläser für Blüten und Trimmreste kannst du ebefalls bei grow-shop24 kaufen.

Trocknen

Sollen deine Buds direkt nach der Ernte getrimmt und dann getrocknet werden oder vor dem Trimmen?  Du hast du die Wahl zwischen 2 verschiedenen Trocknungsmethoden.

Getrocknete Hanfblüten in einem Glas

Trocknen der nass getrimmten Blüten

Hast du es geschafft deine frischen Blüten von den umliegenden Blättern zu befreien? Nun wird es Zeit diese sorgsam zu trocknen.

Such dir einen passenden Raum der kühl, gut durchlüftet und lichtgeschützt ist.

Hänge dort  ein Trockennetz, auf und mische die anfangs noch feuchten Blüten regelmäßig durch. Aus Hygienegründen verwendest du dazu idealerweise frische Gummihandschuhe oder einen sauberen und trockenen Gegenstand, z. B. eine Kochlöffel.

Falls du keinen speziellen Trockenraum hast, kann du dir auch eine Trockenbox anschaffen.

Ausgewählte Trockennetze und Trockenboxen findest du bei Grow Guru und grow-shop24.

Die Buds sind im Trockennetz bereits nach 3–4 Tagen ausreichend trocken um anschließend in einem geschlossenen Gefäß ausgehärtet zu werden.

Trocknen der ganzen Pflanze

Willst du erst trocknen und dann trimmen? Dann hänge deine ganzen Pflanzen samt Blättern, Blüten und Ästen vollständig an einer Wäscheleine oder Schnur auf. Ist die Pflanze zu groß, trennst  du einfach die großen Äste ab und hängst diese separat auf.

Achte unbedingt auf moderate Temperaturen und eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Ebenso ist beim Trocknen eine gute Be- und Entlüftung unabdinglich.

Lass nun die ganze Pflanze 3–10 Tage hängen bis alle Pflanzenteile äußerlich trocken sind. Trenne anschließend die Blüten vom Rest der Pflanze und beginne mit dem Trocken-Trimmen.

Was ist beim Trocknen von Hanf sonst noch zu beachten?

Temperaturen von 1824 °C und eine Luftfeuchtigkeit von 4555 % in einem gut durchlüfteten und lichtgeschützten Raum sind optimalen Bedingungen für ein gründliches Trocknen deiner Ernte.

Schimmel ist – wie auch schon im Blühstadium – die größte Gefahr beim Trocknen deiner geerntete Hanfpflanzen. Sorge daher vorbeugend für eine gute Durchlüftung, notfalls mit einem Ventilator.

Und vergiss nicht: beim Trocken herrscht ein intensiver Hanfgeruch. Gerade bei frischen Pflanzen und Blüten ist dieser sehr stark. Führe daher geeignete Schutzmaßnahmen durch um Dritte nicht damit zu konfrontieren.

Tipp

Willst du beim Trocknen nichts dem Zufall überlassen, dann steht dir eine ganze Reihe an Hilfsmitteln zur Verfügung. Weitere Infos hierzu erhältst du bei grow-shop24.

Aushärten

Hast du deine Blüten getrimmt und getrocknet? Dann wird es Zeit diese auszuhärten. Die Restfeuchtigkeit in den Blüten fermentiert diese dann zu edelen Connoisseur-Buds!

Ausgehärtete getrocknet und getrimmte Hanfblüte

Was ist fermentieren? Fermentieren ist die Umwandlung organischer Stoffe über einen längeren Zeitraum. Dies ist vergleichbar mit dem Heranreifen eines Weins, von Käse oder der Fermentierung von Grüntee zu Schwarztee.

Infolgedessen intensivieren und verändern sich die Aromen der Blüten im Verlauf des Fermentierungsprozesses. Selbst die Haltbarkeit und die Potenz der Buds wird erhöht. Das Konsumerlebnis wird milder, kratziges Gras gehört der Vergangenheit an.

Verzichte also keinesfalls aufs Aushärten, auch wenn das Warten schwer fällt!

Doch wie werden Hanfblüten genau ausgehärtet?

Zuerst müssen die Blüten ausreichend getrocknet sein. Sobald die Blütenstiele bei Biegung durchbrechen sind die Buds startklar fürs Aushärten.

Jetzt befindet sich noch ca. 10 % Restfeuchtigkeit in den Buds. Ausreichend genug um den Prozess der Fermentierung erfolgreich zu durchlaufen.

Besorge dir für jede deiner angebauten Sorten ein luftdichtes Glas. Weckgläser sind dafür ideal geeignet. Befülle die Gläser so voll  wie möglich. Damit bleibt weniger Platz für unnötige Luft im Glas.

Versiegle alle Gläser mit getrockneten Blüten. Am nächsten Tag wirst du sehen, dass die grade noch leicht brechbaren Stängel der Blüten nun biegbar sind. Die sich im Inneren der Blüten befindliche Restfeuchtigkeit hat sich bis ins Blütenäußere verteilt.

Trifft dies nicht ein, hast du die Blüten zu schnell oder zu lange getrocknet.

Öffne die Versiegelung in der 1. Woche mehrmals täglich. Etwaige überschüssige Restfeuchte kann so verdunsten. Die Schimmelgefahr wird reduziert. Ab der 2. Woche öffnest du die Versiegelung nur noch gelegentlich.

Nach 2–3 Wochen sind die Blüten konsumfertig. In den geschlossenen Gläsern reifen diese sogar noch weiter und verbessern abermals die Qualität. Nach 4–8 Wochen ist die Qualität meist optimal. Aber auch Reifezeiten von 6 Monaten und mehr sind möglich!

Wichtig

Aushärten ist einer der am meisten vernachlässigten Prozesse beim Homegrow. Es macht bei der Ernte jedoch den kleinen aber entscheidenden Unterschied, ob diese fermentiert wurde oder nicht. Denn das Konsumerlebnis ist umso intensiver, je besser die Buds ausgehärtet wurden.

Benötigst du eine kleine und fast überall legale Kostprobe ausgehärteter Marihuanablüten? Dann schau dir die CBD-Blüte bei CBDNOL, CBDShop24, Greenfield Shop und CBDblueten.de. Informiere dich aber auch hier vorab ob du CBD-Blüten legal erwerben darfst und halte dich immer an das geltende Recht!

Lagern

Getrimmt, getrocknet und ausgehärtet wird es nun Zeit deine Ernte fachgerecht zu lagern. Nur so vermeidest du Qualitätsverluste bis zur nächsten Ernte!

Getrocknete Hanfblüten in einem Lagerungsgefäß

Wie beim trocknen und aushärten, spielt auch bei der Lagerung die Luftfeuchtigkeit eine entscheidende Rolle. Die ideale Luftfeuchtigkeit zum Lagern liegt bei 59–63 %. Ab 65 % Luftfeuchtigkeit besteht akute Schimmelgefahr!

Werden Blüten zu trocken gelagert, können sich Trichome lösen, die wirkstoffreichen Harze und Öle verflüchtigen sich.

Wichtig ist zudem deine Blüten gut vor UV-Licht zu schützen. Ideal ist ein verdunkelter Raum ohne Fenster. Die Temperatur sollte dort regelmäßig unter 25 °C liegen.

Manche Grower lagern ihre Ernte im Kühlschrank. Andere raten vor der Lagerung im Kühlschrank wegen erhöhter Schimmelgefahr ab. Dennoch verlängert sich die Haltbarkeit bei einem idealen Feuchtigkeitsmilieu.

Vom Einfrieren wird jedoch abgeraten, da sich dann Trichome aus den Blüten lösen.

Lagerungsbehältnisse

Verwende keine Zigarrenboxen mit Tabakbefeuchter zur Lagerung der Blüten. In den Holzboxen finden sich häufig Reste von Holzpflegeöl, welches dann von den Blüten aufgenommen werden kann und diese so ungenießbar macht.

Plastikdosen oder Plastikbeutel sind ebenfall nicht geeignet, da diese durch statische Aufladung wie ein Magnet Harzkristalle anziehen. Dies führt zu Qualitätsverlusten. Je nach Ausgangsmaterial kann auch das Aroma leiden und das Gras plötzlich nach Kunststoff schmecken.

Das feinste Aroma gibt es nur im Glas oder einem Edelstahlbehältnis. Verwenden kannst du prinzipielle die selben Behälter wie beim Aushärten. Sehr gut geeignet sind zudem Gläser mit Vakuumverschluß.

Befülle die Lagerungsgläser immer so voll wie möglich. Verwende für den bedarfsweisen Gebrauch am besten kleinere Gläser statt ständig deine Vorratsgläser öffnen zu müssen.

Verwende für verschiedene Sorten unterschiedliche Gläser, nur so kannst du deine Buds langfristig auseinanderhalten.

Tipp

Luftfeuchteregulatoren sorgen dafür, dass deine Ernte sehr lange frisch bleibt! Besorge dir am besten den Freshkeeper Humidor incl. 62% Boveda Hygro-Pack. oder die Minivac-Clear-Behälter. Weitere nützliche Aufbewahrungszubehör findest du bei grow-shop24 und Azarius.

Weiterverarbeiten

Trimmreste und sonstige Pflanzenteile gehören auf keinen Fall in den Abfall. Vielmehr kannst du aus diesen eine ganze Reihe hauseigener Cannabisprodukte herstellen!

Rosinöl auf einem Löffel nach der Extraktion von Trimmresten

Auch aus den Blüten lassen sich spezielle Hanfprodukte herstellen, die du dann für verschiedene Anlässe verwenden kannst.

Weiterverarbeitungsmöglichkeiten von Hanf

Während Nutzhanf meist primär zu Fasern, Proteinen oder Hanföl weiterverarbeitet wird, bietet auch Rauschhanf ein hochinteressantes Weiterverarbeitungspotential.

Beim Trocknen und Trimmen fallen bestimmte Schnittreste an. Das sind zum einen die großen Blätter, die Äste und der Stamm der Hanfpflanze. Aus diesen kannst du Cannabutter oder cannabishaltiges Kokosöl herstellen.

Noch wertvoller sind die direkten Trimmreste der Blüten. Diese bestehen überwiegend aus blütennahen Blättern. Die darauf befindlichen, hochpotenten Harzkristalle ermöglichen eine direkte Weiterverarbeitung zu Extrakten und Tinkturen.

Welche Produkte aus weiterverarbeiteten Hanf gibt es?

Mal davon abgesehen, dass aus Faserhanf eine Fülle unterschiedlichster Produkte hergestellt werden, bietet auch der potente Hanf eine großes Produktspektrum für Freizeit- und Erholungszwecke.

Folgende Cannabisprodukte sind neben den reinen Blüten besonders begehrt:

  • Cannabisbutter und -kokosöl – Zum Kochen, Backen oder zur Hautpflege
  • Haschisch – Pressprodukt aus gesiebten Harzkristallen zum inhalieren
  • Cannabisöl bzw. Haschöl – Öl aus extrahierten Trimmresten zum dabben
  • Cannabistinktur – Ethanol- oder Olivenölauszug zur tropfenweisen Einnahmen

Herstellung von Cannabutter und Cannabiskokosöl

Als legaler Grower kannst du überschüssiges Material wie Stamm, Äste, Stiele und Blätter in Butter oder Kokosöl weiterverwenden. Die gelösten Cannabinoide und Terpene kannst du in der Küche, bei Kokosöl auch zur Haut- und Haarpflege einsetzen.

Wie es geht:

  1. Zerkleinere Blätter, Stiele und Äste und befülle damit zu 1/3 einen großen Topf.
  2. Fülle den Topf mit 250–1000 g Butter oder Kokosöl und zu 2/3 mit Wasser.
  3. Bringe das ganze Gemisch zum kochen und rühre mehrmals kräftig um.
  4. Lass den Topf auf niedrigster Flamme für ca. 4–8 Stunden vor sich hin köcheln.
  5. Schütte du die Flüssigkeit durch einen Sieb in einen anderen Topf.
  6. Stelle die gewonnene Flüssigkeit über Nacht in den Kühlschrank.
  7. Löse die gehärtete Butter bzw. das gehärtete Kokosöl von der Oberfläche.
  8. Entferne mögliche Wasser- und Pflanzenpartikel mit einem Papiertuch.
  9. Lagere die Butter oder das Kokosöl in einem Glasbehälter im Kühlschrank.

Ist dir die Methode zu kompliziert, dann kannst du ganz auf den Wassereinsatz verzichten.

Erhitze dazu deine Pflanzenreste bei 115 °C für 40 min im Ofen. Anschließend zerkleinerst du diese so gut wie möglich, so dass möglichst viele Wirkstoffe extrahiert werden können.

Befülle mit den zerkleinerten Pflanzenresten und der Butter bzw. dem Kokosöl ein großes Einmachglas. Stelle dieses für weitere 40 min bei ca. ca. 100 °C in ein Wasserbad. Und schon ist deine Cannabutter oder dein Cannabiskokosöl fertig.

Das gesiebte Endprodukt lagerst du am besten im Kühlschrank. Verwenden kannst du die Cannabutter oder das Cannabiskokosöl dann ganz nach Bedarf zum Kochen von Cannabisspeisen oder Mixen deiner ganz eigenen Naturkosmetik!

Herstellung von Haschisch

Zur Herstellung von Haschisch bieten sich besonders für Trimmreste und versamte Blüten an, da sich diese für den Connoisseur-Genuss kaum mehr eignen.

Doch was ist Haschisch überhaupt?

Haschisch, auch einfach Hasch genannt, ist das gepresste Harz der weiblichen Blütenstände und blütennahen Blätter. Umgangssprachlich wird häufig einfach von Hasch, Piece oder Shit gesprochen.

Zu den bekanntesten Haschsorten gehören:

  • Skuff und Kief – Gesiebtes Pulver aus getrockneten Blüten
  • Pollen – Leicht gepresster Skuff bzw. Kief
  • Water- und Bubblehash – Mit Hilfe von Eis gelöste und gepresste Harzkristalle
  • Charas – Handgeriebenes Premiumhasch aus Nepal und Nordindien
  • Schwarzer Afghane – Geknetetes klebrig-schwarzes Harz aus Afghanistan
  • Roter Libanese – Aus dem Libanon stammende Rarität mit rötlichen Farbstich
  • Grüner Türke – Mehr aus Marokko als aus der Türkei kommendes, leichtes Hasch
  • Chocolate – Leicht knetbares, sehr hochwertiges Hasch aus Marokko

Übrigens: Wenn du Haschsamen suchst, solltest du unbedingt bei Seedsman vorbeischauen!

Wie wird Haschisch gewonnen?

Haschisch wird durch das gesiebte und gepresste Harz der weiblichen Blüten und Blütenblätter gewonnen.

Mittels mechanischer Extraktionsverfahren werden die Harzkristalle von den Blütenständen oder Trimmresten gelöst und anschließend zu Haschisch gepresst.

Hasch selber herstellen – was du benötigst

Zu Haschherstellung befinden sich einige sehr interessante Hilfsmittel auf dem Markt. Je nachdem welche Methode du bevorzugst, hast du verschiedene Möglichkeiten:

Bei der Wasser-Eis-Extraktion mit dem Ice-O-Lator (erhältlich bei Azarius) gewinnst du Hasch durch Einsatz von Eis und Wasser. Mische dazu dein Gras mit eiskalten Wasser oder Eiswürfeln.

Die Harzkristalle lösen sich von den Blüten und passieren ein Sieb. Dieses trennt das Harz von den Blüten. Ein feineres Sieb fängt das Harz auf. Überschüssiges Wasser fließt ab. Die Masse wird getrocknet und gepresst. Fertig ist dein Waterhash!

Bei der Pollenextraktion mit dem Pollinator (erhältlich bei Grow Guru) gewinnst du in erster Linie Skuff.

Verwende hierzu tiefgekühltes Gras, da sich so die Harzkristalle schneller lösen. Leg dieses in die Pollenmaschine. Durch schleudern in einer Trommel fallen die Harzkristalle durch ein Sieb. Gesammelt kannst du diese direkt zu Haschisch pressen.

Weitere interessante Infos über Haschisch erfährst du im Sensi-Seeds-Blog-Post „Haschisch vs. Gras“ und bei Wikipedia.

Tipp

Eine hervorragende Genetik zur Haschischproduktion liefert dir die Hash Plant von Sensi Seeds – eine sanfte und beruhigende Sorte der Spitzenklasse! Darfst du nicht legal anbauen, hast du die Möglichkeit legales THC-armes CBD-Hasch bei CBD SHOP 24, Mr. Hanf, CBDblueten.de oder CBDNOL zu erwerben.

Herstellung von Cannabisöl bzw. Haschöl

Cannabisöl ist je nach Extraktionsmethode unterschiedlich schwer herzustellen. Zunächst kommte es darauf an welches Öl du herstellen willst.

In den USA sind sind besonders Honey-Oil bzw. Shatter und Wax bzw. Budder sehr beliebt. Herstellen lassen sich diese jedoch nur mit professionellen Extraktoren.

Stellen Hanffreunde ihr eigenes Cannabisöl her sind, einfachere und kostengünstiger Methoden gefragt. Dies kann jedoch gefährlich und gesundheitsschädlich werden, wie du gleich sehen wirst.

Butan-Haschöl

Das bekannteste Haschöl aus potentem Hanf und gleichzeitig auch das umstrittenste ist Butan-Haschöl (BHO). Mittels Buthangas wird Blütenmaterial in einer Plastikröhre mit Gas durchgespült. Der entstehende Druck sorgt für einen starken Temperaturabfall.

Durch die eisigen Temperaturen lösen sich die Kristalle von den Blüten oder Trimmresten und verflüssigen sich. In mehreren warmen Wasserbädern wird die zähflüssige Masse schrittweise von den verbleibenden Gasresten getrennt.

Achtung

Wegen Explosionsgefahr und Gesundheitsgefährdung durch Gas oder Gasreste im Haschöl, ist von der eigenen Herstellung dringend abzuraten!

Willst du es dennoch genauer wissen und suchst Infos zur Risikominimierung? Dann hilft dir vielleicht der Sensi-Seeds-Blog-Beitrag „BHO und die Minimierung von Risiken“ weiter um Schlimmeres zu verhindern.

Tipp

Falls du zu den wenigen erfahrenen Butan-Haschöl-Profis gehörst, dann solltst du dir mal den Queen Bee Extractor (erhältlich bei Azarius) anschauen. Beachte immer die angegebenen Sicherheitshinweise!

Rick-Simpson-Öl

Rick-Simpson-Öl (RSO), benannt nach dem Aktivisten Rick Simpson, wird mittels Lösungsmittel und Hitze hergestellt. Als Lösungsmittel wird neben Alkohol auch Isopropanol und sogar Wasch- und Wundbenzin verwendet.

Dies mach das Produkt nicht weniger bedenklich als BHO. Wichtig ist daher, dass das RSO immer draußen an der frischen Luft hergestellt wird.

Zurück bleibt eine gesiebte Flüssigkeit aus Lösungsmittel, Cannabinoiden und Terpenen. Durch korrektes auskochen entsteht das hochpotente Endprodukt.

Wegen der Risiken durch Lösungsmittelreste und flüchtige Gase durch die Verdampfung, ist von selbst hergestelltem Rick-Simpson-Öl dringend abzuraten!

Tipp

Geht es dir nur darum, deine Nerven zu beruhigen ohne high oder stoned zu werden, dann besorge dir lieber ein sauberes CBD-Öl aus CO2-Extraktion. Ein gutes Produkt ist z. B. das Sensi-Seeds- oder CBDNOL-CBD-Öl!

Rosin-Extrakt

Die Rosin-Extraktion ist eine der saubersten Methoden überhaupt um potentes Cannabisöl herzustellen. Allerdings kommt es durch Erhitzung im Herstellprozess zu Wirkstoffverlust, zudem ist die Ergiebigkeit beim Extrahieren relativ gering.

Lege dazu ganz einfach etwas Blütenmaterial in neutrales Backpapier und presse die Blüten von außen mit einem heißen Glätteisen zusammen. Die Idealtemperatur sollte dabei zwischen 100 und 150° C liegen. Die Presszeit beträgt ca. 10 Sekunden.

Die Blüten schwitzen ihr Harz auf dem Papier aus. Streiche dieses in ein geeignetes Gefäß. In den verbleibenden Blüten befinden meist noch genügend Restwirkstoffe um als „Cannabis light“ wie gewohnt weiterverwendet zu werden.

Weitere Infos zu dieser megapraktischen Extraktionsmethode findest du im Sensi-Seeds-Blog-Post „Die Rosin-Methode“.

Tipp

Ein gutes Tool zur Herstellung von Rosin-Öl ist das Rosin Flat Iron von Black Leaf. Zur Aufbewahrung von Rosin-Extrakt eignet sich ein Silikongefäß wie z. B. das Puffco Prism bei Azarius. Für den Konsum ist wiederum der Vaporizer Puffco Plus bei Azarius heiß begehrt!

Willst du noch mehr über Cannabisöl erfahren? Dann bietet dir der Sensi-Seeds-Blog-Artikel „Voll konzentriert – Cannabis-Extrakte auf Erfolgskurs“ wertvolles Expertenwissen!

Herstellung von Cannabistinkturen

Während die meisten Grower wegen des Aufwands auf die Herstellung von Cannabisöl verzichten, wird die Herstellung und Verwendung von Tinkturen immer beliebter.

Grund: Trimmreste können mit wenigen Handgriffen zu hochkonzentrierten Tinkturen weiterverarbeitet werden. Als Extraktionsmedium kommen Alkohol oder Olivenöl in Frage. Aber auch Essig und Glycerin, ebenso andere Öle wie z. B. Rapsöl eigenen sich als Wirkstoffträger.

Cannabistinkturen: Alkohol oder Olivenöl?

Alkohol ist sehr ergiebig was das Extrahieren der Cannabiswirkstoffe betrifft. In heißen Speisen & Getränken verflüchtigt sich dieser sehr schnell, Cannabinoide und Terpene bleiben erhalten.

Olivenöl eignet sich gut für die tropfenweise Anwendung unter der Zunge. Alkohol würde hier Mund und Rachen reizen. Aufgeträufelt ist Olivenöl sowohl für kalte als auch warme Speisen & Getränke und sogar zur Hautpflege bestens geeignet.

So geht’s: Nimm 5 g Blüten oder Trimmmaterial pro 50 ml Alkohol oder Olivenöl und genügend Pipettenflaschen (z. B. á 10 ml). Rechne mit einen gewissen Verlust an Flüssigkeit, da immer ein Teil des Alkohols oder Öls im Ausgangsmaterial zurückbleibt.

Befolge folgende Schritte um die Wirkstoffe deiner Trimmreste in einer Tinktur zu konzentrieren:

  1. Heize deinen Ofen auf 115 °C vor.
  2. Befülle ein hitzebeständiges Glasbehältnis mit getrockneten Trimmresten.
  3. Stelle das befüllte Gefäß in den Ofen und erhitze das Ganze für 40 min.
  4. Hol das Gefäß aus dem Ofen.
  5. Zerkleinere die gerösteten Pflanzenteile.
  6. Fülle diese in ein Einmachglas.
  7. Stelle das Glas in ein Wasserbad und lasse das Material weitere 40 min ziehen.
  8. Gieße den gewonnen Sud durch ein Sieb in ein Umfüllgefäß.
  9. Verteile die abgekühlte Flüssigkeit mit einem Trichter in die Pipettenflaschen.

Übrigens: mit dem Erhitzen von Hanf, verwandelst du die inaktiven in aktive Wirkstoffe, so z. B. THC-Säure in reines THC. Dieser Vorgang wird als Decarboxylierung bezeichnet.

Tipp

Pipettenflaschen, WeckgläserOlivenöl und Kokosöl kannst du günstig und bequem bei eBay bestellen.

Verwenden

Hast du deine Ernte erfolgreich getrimmt, getrocknet, weiterverarbeitet und gelagert? Dann steht einer verantwortungsvollen Verwendung nichts im Wege.

Hanfblüte zur Verwendung in Aufbewahrungsdose, Grinder und Vaporizer

Welche Möglichkeiten gibt es um Cannabis zu verwenden?

Hanf ist eine uralte Kulturpflanze und wird schon seit jahrtausenden als Rohstoff, Nahrungsmittel, Medizin und Rauschmittel verwendet.

Obwohl Hanf in den 30ern des letzten Jahrhunderts kriminalisiert wurde, hat mittlerweile ein Umdenken stattgefunden. Immer mehr Länder und Regionen sind dabei Cannabis zu legalisieren oder zu entkriminalisieren.

Lebst du in einer Region, in der du Hanf legal nutzen darfst?

Dann lerne jetzt die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Cannabisprodukten kennen:

  • Blüten – Rauchen und Verdampfen
  • Haschisch – Rauchen und Verdampfen
  • Cannabisöl – Dabben, Verdampfen und äußerliche Anwendung
  • Cannabistinkturen – Essen & Trinken und äußerliche Anwendung
  • Cannabiskokosöl – Essen & Trinken und äußerliche Anwendung
  • Cannabutter – Essen & Trinken

Welche Möglichkeiten sich am besten für dich eignen, hängt ganz von deinen individuellen Konsumzielen und der Verfügbarkeit deines Ausgangsmaterials ab.

Rauchen

Junger Erwachsener mit einem rauchenden Joint in der Hand

Das Rauchen von Blüten und Hasch ist die meistverbreitete, gleichzeitig aber auch die ungesündeste Art Cannabis zu konsumieren.

Durch hohe Verbrennungstemperaturen von teilweise über 1000 °C werden die im Rauch gelösten psychoaktiven Inhaltsstoffe sofort verfügbar gemacht. Allerdings gehen große Teile an Wirkstoffen durch die Verbrennung verloren.

Rauchen von Hanfblüten und Haschisch

Konsumziel:Schneller Rausch
Hilfsmittel:Joint, Pfeife oder Bong
Vorteile:Flexibler Einsatz und gute Dosierbarkeit
Nachteile:Giftige Verbrennungsprodukte, Nikotinabhängigkeit, Wirkstoffverlust
Wirkungseintritt:Nach 1–2 Minuten
Wirkungsdauer:3–4 Stunden, selten > 4 Stunden
Wirkungsspitze:Nach ca. 10–15 Minuten
Bioverfügbarkeit:5–10 %
Rauschstärke:Je nach Sorte, Dosierung, Anwender und Umfeld von schwach bis stark

Warum du statt zu rauchen lieber verdampfen solltest, erfährst du im Sensi-Seeds-Blog-Artikel „Rauchen und Verdampfen von Cannabis – ein Vergleich“.

Tipp

Eine sehr beliebte Bong ist die Cheech & Chong Blind Melon Chitlin’ bei Weedo. Du wirst dich nicht nur an Cheech & Chong erinnert fühlen, sondern kannst die Bong auch mit Eiswürfeln füllen und so den Rauch angenehm kühlen.

Dabben

Mann mit einer Bong beim Dabben

Dabben ist die extremste Methode des Cannabiskonsums. Extrakte oder Öle werden mit einem heißen Nagel in einer speziellen Glasblubber stark erhitzt. Der hochpotente Rauch setzt sofort die stark konzentrierten Wirkstoffe des Ausgangsmaterials frei.

Dabben von Cannabisöl und Haschisch

Konsumziel:Starker Rausch
Hilfsmittel:Dabs
Vorteile:Extreme Wirkstoffkonzentration, weniger Verbrennungsprodukte
Nachteile:Risiko einer Überdosierung mit Black-Outs und Halluzinationen
Wirkungseintritt:Nach 10–60 Sekunden
Wirkungsdauer:Bis zu 3–4 Studen, selten > 5 Stunden
Wirkungsspitze:Nach ca. 3–10 Minuten
Bioverfügbarkeit:10–20 %
Rauschstärke:Extrem stark

Cannabishaltige Tinkturen, Kokosöl oder Butter dürfen übrigens niemals zum Dabben verwendet werden. Die Trägermaterialien entwickeln bei Erhitzung hochgiftige Dämpfe! Daher eignet sich nur 100% reines Cannabis-Öl oder Extrakt zum Dabben.

Wie du richtig dabbst erfährst du im Sensi-Seeds-Blog-Post „Dabbing von medizinischem Cannabis – was müssen Sie wissen?“.

Tipp

Ein einzigartiges Erlebnis beim Dabben soll die tiefkühlbare Glasbubbler Pure Zero Freezeable Bubbler liefern. Als Anfänger solltest du sehr vorsichtig sein und dich langsam an die optimale Dosis rantasten!

Verdampfen

Mit Gras zum Verdampfen gefüllter Vaporizer

Verdampfen ist die neue Königsdisziplin des Cannabiskonsums. Durch schonende, aber präzise Erhitzung werden die Wirkstoffe in Dampfform gelöst und nahezu schadstofffrei über die Lunge inhaliert und dort verstoffwechselt.

Verdampft werden können sowohl zerkleinerte Blüten und Trimmreste als auch Haschisch und Cannabisöl. Ölige oder alkoholhaltige Cannabistinkturen dürfen jedoch nicht verwendet werden.

Belohnt wird das Verdampfen mit einem einzigartigen und authentischen Aroma, dass bei jeder Hanfsorte unterschiedlich riecht und schmeckt. Weder beim Rauchen noch beim Dabben lässt sich der Genusskonsum so wunderbar veredeln!

Verdampfen von Hanfblüten und Extrakten

Konsumziel:Sehr variabel von weichen bis starken und lang anhaltenden Rauscherlebnis
Hilfsmittel:Vaporizer
Vorteile:Extreme hohe Wirkstoffkonzentration, keine Verbrennungsprodukte
Nachteile:Anschaffungskosten des Vaporizers
Wirkungseintritt:Nach 1–2 Minuten
Wirkungsdauer:3–4 Stunden, selten > 6 Stunden
Wirkungsspitze:Nach ca. 10–15 Minuten
Bioverfügbarkeit:30–40 %
Rauschstärke:Variabel; je nach Sorte, Dosierung, Temperatur und Anwender unterschiedlich

Viele Hanffreunde berichten von einem viel klareren und intensiveren Wirkerlebnis. Anders als beim Rauchen gehen kaum Inhaltsstoffe verloren, die Wirkstoffausbeute ist maximal.

Blüten können bei unterschiedlichen Verdampfungstemperaturen mehrfach verwendet werden z. B. bei 170 °C, 180 °C und 190 °C. Die Reste können gesammelt und zur Herstellung von Tinkturen, Cannabiskokosöl und Cannabutter verwendet werden.

Durch unterschiedliche Verdampfungstemperaturen, Inhalationstiefe und -dauer lässt sich das Konsumerlebnis flexibel modellieren und ganz nach dem persönlichen Befinden steuern.

Der mit ca. 95% an Wirkstoffen angereicherte Dampf schlägt den Rauch von Joint und Bong – der nur 20 % Wirkstoffe, dafür aber 80 % Schadstoffe enthält – um Längen!

Die besten Vaporizer die du finden kannst

Hat dich das Konzept des Verdampfens fasziniert? Dann solltest du dir unbedingt einen Tischvaporizer für zu Hause oder einen tragbaren Vaporizer für unterwegs besorgen!

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PAX 3

Extrem praktisch


199

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Mighty

Top Geschmack


299

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CFX

Super Preis


129

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Die in der Tabelle aufgelisteten Vaporizer sind momentan das Beste was der Markt hergibt. Trotz unzähliger neuer Vaporizermodelle bleiben Volcano Digit, PAX 3, Mighty und CFX eindeutig die unangefochtenen Qualitäts, Design und Preis-Leistungs-Sieger!

Tipp

Preise und Angebote ändern sich. Besuche daher immer mehrere Shops, bevor du dir einen Vaporizer kaufst. Dort findest du auch weitere Infos und Kundenbewertungen. Gut sortierte Vaporizer- und Headshops sind VapoShop, Vapo-City.de, Azarius, Weedo und Black Leaf.

Verträgst du THC-reiches Marihuana und Haschisch nicht oder geht es dir um den reinen Aromagenuss, könnten CBD-Blüten oder CBD-Hasch eine nette Abwechslung sein. Am besten du schaust dich hierzu bei den bekannten CBD-Shops CBDNOL, CBD SHOP 24, CBDblueten.de, Greenfield-Shop und Mr. Hanf um!

Essen & Trinken

Brownie auf Teller mit Cannabiskokosöl hergestellt

Essen & Trinken ist eine Wissenschaft für sich. Zunächst solltest du die Wirkung und Dosierung des zubereiteten Extraktes oder Auszugs gut kennen und dann sehr vorsichtig Speisen und Getränke damit anreichern.

Während über den großen Teich vor allem Cannabisextrakte als Zutat von Speisen und Getränken verwendet werden, greifen die Europäer vorwiegend auf cannabishaltige Tinkturen, Butter und Kokosöl zurück.

Essen & Trinken von cannabishaltigen Speisen und Getränken

Konsumziel:Starkes und lang anhaltendes Rauscherlebnis
Hilfsmittel:Speisen & Getränke
Vorteile:Extrem lange Wirkungsdauer, langsame Wirkstofffreisetzung
Nachteile:Gefahr der Überdosierung durch späten Wirkungseintritt
Wirkungseintritt:Nach ca. 30 Minuten bis zu 2 Stunden
Wirkungsdauer:4–8 Studen, selten bis zu 12 Stunden
Wirkungsspitze:Nach ca. 2–3 Stunden
Bioverfügbarkeit:< 15 %
Rauschstärke:Dosisabhängig, von leicht bis hin zum psychedelischen Cannabis-Trip

Extrakte und Tinkturen haben den Vorteil der exakten Dosierbarkeit, z. B. per Tropfen aus einer Pipette oder per Dosierlöffel.

Wie stark Butter und Kokosöl mit Cannabinoiden und Terpenen angereichert sind, lässt sich weniger genau einschätzen. Daher sind mit Butter oder Kokosöl zubereitete Speisen und Getränke nur mit äußerster Vorsicht zu genießen.

In verschiedenen US-Bundesstaaten sind die sogenannten Edibles nicht mehr wegzudenken. Diese mit Cannabisextrakten angereicherte Süßigkeiten verfügen über exakte Wirkstoffangaben. Die Wirkstärke ist so viel leichter vorherzusehen.

Meist etwas milder wirkt Cannabistee. Wichtig ist dabei Pflanzenreste ausreichend zu decarboxylieren. Denn erst durch längeres Erhitzen des Pflanzenmaterials werden die Cannabinoide aktiviert und der Tee kann wirken.

Hinweis

Bist du Fan von Edibel-Partys? Dann lass dich vom Sensi-Seeds-Blog-Beitrag „Top 3 Cannabis Rezepte für Partys“ inspirieren! Willst du mehr über die Kochkunst mit Hanf erfahren? Dann helfen dir folgende Bücher weiter: „Das Rausch Kochbuch“ und „Kochen mit Cannabis“.

Äußerlich

Ausstecher aus gekühltem Cannabiskokosöl und flüssiges Hanföl zur Körperpflege

Die äußerliche Anwendung von potentem Hanf ist kaum bekannt. Zwar werden zunehmend Hanfsamenöl und CBD-Produkte zur kosmetischen Anwendung verwendet, nicht aber die THC-reichen Tinkturen auf Olivenölbasis oder cannabishaltiges Kokosöl.

Anders sieht es in verschiedenen US-Bundesstaaten aus, die Cannabis bereits legalisiert haben. Dort hat sich mittlerweile ein reger Markt für potente Cannabisanwendungen für die Haut – die sogenannten Cannabis-Topicals – entwickelt.

Äußerliche Anwendung von Cannabis-Topicals

Konsumziel:Gesunde Haut und gutes Körpergefühl
Hilfsmittel:Gläser, Dosen, Tuben (z. B. von verbrauchter Bodylotion)
Vorteile:Hautschützend, regenerierend, entzündungshemmend, juckreizlindernd
Nachteile:Keine innere Wirkung
Wirkungseintritt:Nach ca. 5 Minuten
Wirkungsdauer:4–8 Studen
Wirkungsspitze:5–10 min. nach dem Eincremen oder Einmassieren
Bioverfügbarkeit:> 90 %
Rauschstärke:Kein Rausch aber ausgeprägtes Entspannungsgefühl über die Haut

Eine Rauschwirkung kann durch die äußere Anwendung von potenten Cannabisauzügen nicht eintreten. Selbst bei der Verwendung von hochwirksamen Extrakt würde die Haut einen Großteil der aufgenommen Wirkstoffe nicht an den Blutkreislauf weitergeben.

Trotzdem verfügt unser größtes Organ (die Haut) über Rezeptoren die von außen zugeführte Cannabinoide aufnehmen können. Geschieht dies, wird die Schutz- und Regenerationsfähigkeit der Haut hochgefahren.

Äußerliche Hanfanwendungen können daher sowohl zur Linderung von Hautkrankheiten als auch zur Gesunderhaltung der Haut beitragen.

Und nicht nur das: topische Cannabisanwendungen gelten sogar als wahre Anti-Aging-Waffe!

Idealerweise verwendest du für den Anbau deiner potente Hanfkosmetik Samen von CBD-reiche Hanfsorten. Nur so kann deine Haut vom gesamten Phytocannabinoid-Spektrum profitieren.

Lesenswerter Blog-Artikel

Weitere interessante Infos über oberflächliche Cannabisanwendungen erfährst du im Sensi-Seeds-Blog-Artikel „Wie stellt man Cannabis-Balsam gegen Hautirritationen her“.

Aufbewahren

Während du Extrakte, Tinkturen, Kokosöl, Butter und Kosmetikanwendungen unbedingt im Kühlschrank lagern solltest, lassen sich Blüten zumindest für einige Zeit auch ungekühlt lagern.

Wie du schon bei Lagern gelesen hast, gibt es verschiedenen Möglichkeiten deine Hanfblüten sicher aufzubewahren. Um deine Vorräte nicht jedes mal öffnen zu müssen lohnt sich für kleinere Rationen ein Aufbewahrungsgefäß.

Perfekt passen hier die Stashboxen bei Azarius, manche davon sogar mit Hygrometer und Feuchtigkeitsregulation. Falls du öfter unterwegs bist, lohnt sich auch eine Geheime Stashbox (ebenfalls erhältlich bei Azarius).

Zerkleinern

Hast du dein geerntetes Material getrocknet, gehärtet und konsumbereit am Start? Dann musst du dieses nur noch zerkleinern um deinen Vaporizer, deine Bong oder einen Joint zu befüllen.

Zum Zerkleinern verwendest du am besten einen Grinder. Du sparst dir jede Menge Arbeit, das Zerkleinern geht viel schneller und das Gras schmeckt viel angenehmer.

Bevor es nun los geht: vergiss nicht, dich über die Risiken und Nebenwirkungen deiner Handlungen zu informieren. Was auf dich zukommen kann erfährst du jetzt gleich.

Risiken und Nebenwirkungen

Egal wie du es anstellst, auch der gelegentliche oder moderate Hanfkonsum bringt gewisse Risiken und Nebenwirkungen. Diese lassen sich jedoch geschickt minimieren.

Folgende Risiken und Nebenwirkungen sind die häufigsten:

  • Psyche – Euphorie, Angst, Paranoia, Müdigkeit, reduzierte Leistungsfähigkeit
  • Herz-Kreislauf – Herzrasen, Blutdruckabfall, Schwindel, Kollaps, Übelkeit
  • Abhängigkeit – Moderates Abhängigkeitsrisiko (hohes mit Tabak-Mischkonsum)

Hanfneulinge sollten immer langsam anfangen und sich vorsichtig an die optimale Dosierung rantasten – unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Wirkeintrittsdauer und -stärken, je nach Konsumform und Potenz der Ernte.

Folgende Personengruppen wird jedoch generell abgeraten Hanf zu konsumieren:

  • Kinder und Jugendliche
  • Personen mit Persönlichkeitsstörung oder Veranlagung zu Psychosen
  • Personen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schwangere und stillende Mütter

Auch wenn die Symptome bei Überdosierung extrem unangenehm sein können, es gab noch nie einen dokumentierten Todesfall durch Hanfkonsum.

Risikominimierung

Ein hochwirksames Gegenmittel gegen alle unangenehmen Erfahrungen und Nebenwirkungen von Cannabis ist CBD! Dies ist auch der Grund warum CBD-reiche Hanfsorten oft viel besser vertragen werden.

Im Sensi-Seeds-Blog-Artikel „Kann CBD die Wirkungen von THC eindämmen?“ erfährst du detailliert, warum CBD für THC-empfindliche User ein wahrer Segen ist.

Tipp

Bei CBD-Produkten gibt es viele schwarze Schafe! Verwende ausschließlich decarboxylierte CBD-Öle aus europäischem Hanf der ökologisch angebaut wurde oder legale CBD-Blüten mit hohem CBD-Gehalt. Seriöse Anbieter sind hier beispielsweise Sensi Seeds, CBDNOL, CBD Shop 24, Greenfield-Shop oder CBDblueten.de.

Wirkerlebnis

Wie dein geernteter Hanf und die daraus gewonnen Produkte tatsächlich wirken, hängt stark von der Sorte, der Dosis und der Konsummethode ab. Auch du als Person, deine Mitmenschen und das Umfeld spiele eine große Rolle was du verspürst.

Ein neuer Trend, der sich mittlerweile immer weiter ausbreitet, ist die sogenannte Mikrodosierung. Bei dieser stehen ein gutes Körpergefühl, gute Laune und gleichzeitig ein klarer Kopf im Vordergrund.

Dennoch steht es dir frei auszuprobieren, welche der verschiedenen Möglichkeiten Cannabis zu konsumieren für dein gewünschtes Wirkerlebnis am besten geeignet ist.

Vergiss dabei nicht, dass immer auch der jeweilige Anlass, deine Konsumziele und die dazu passende Sorte entscheidend für dein Rausch- oder Genusserlebnis sein werden!

Finde jetzt deine Lieblingshanfsorte