Feminisierter Hanf

Blühende feminisierte Hanfpflanzen kurz vor der Ernte in einem Indoor-Growroom

Noch vor einigen Jahren war es nicht möglich ausschließlich weibliche Hanfpflanzen anzubauen. Es sei denn es wurden Stecklinge von Mutterpflanzen verwendet.

Heute ist die Situation eine andere und neben selbstblühenden, lassen sich auch rein weibliche Hanfsamen erwerben, die das ansonsten obligatorische aufziehen und aussortieren von männlichen Hanf überflüssig machen. Doch was genau steckt hinter dem Versprechen „100 % weibliche Hanfpflanzen“?

Vielen Grower schwören auf „feminisierte Hanfsorten“ und zwar aus folgenden Gründen:

  • Es werden 100 % weibliche Sinsemilla-Blüte geerntet
  • Es gibt kein Bestäubungsrisiko durch männlichen Hanf
  • Das Identifizieren und Aussortieren der Männchen entfällt
  • Weniger Aufwand und Kosten, da Männchen nicht mit aufgezogen werden
  • Die Anbaufläche kann ohne Männchen 100 % ausgeschöpft werden

Feminisierter Hanf ist keine Schöpfung der Natur (damit wäre das Prinzip der Arterhaltung außer Kraft gesetzt) und auch kein Gentechnik-Produkt, sondern das Ergebnis spezieller Zuchttechniken.

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Züchtung von feminisierten Hanf

Die meisten Hanfpflanzen haben von Natur aus sowohl weiblich als auch männliche Eigenschaften. Erst nach Ende der Wachstumsphase kommen entweder weibliche oder männlichen Blüten zum Vorschein.

Werden die blühenden Weibchen unwirtlichen Bedingungen ausgesetzt, leiten diese ein biologisches Notfallprogramm ein und bilden männliche Blüten. Die so entstandenen Zwitterpflanzen befruchten sich zur Arterhaltung selbst.

Auf der anderen Seite gibt es auch wenige Hanfpflanzen mit ausschließlich weiblichen Eigenschaften. Bei diesen rein weiblichen Pflanzen findet in Stresssituationen keine Zwitterbildung statt, da die entsprechenden Erbanlagen dafür fehlen.

Für die Gewinnung von feminisierten Samen müssen jedoch genau diese rein weiblichen Pflanzen identifiziert werden.

Dies gelingt, indem alle Weibchen stark gestresst werden und so ihr Notfallprogramm einleiten. Zwitterpflanzen können anschließend problemlos aussortiert werden. Alle verbleibenden weiblichen Pflanzen werden nun für die Samenbildung verwendet.

Dafür müssen in einem letzten Schritt alle ausgewählten Pflanzen mit rein weiblichen Erbanlagen zum zwittern gezwungen werden. Biologisch wäre dies gar nicht möglich. Daher wird in die chemische Trickkiste gegriffen.

Durch Chemikalien wie Natriumthiosulfat und Silbernitrat wird die pflanzeneigene Hormonproduktion so stark durcheinander gewirbelt, dass trotz eigentlich fehlender männlicher Erbanlagen eine Zwitterbildung mit Selbstbefruchtung erfolgt.

Wurde dieser Feminisierungsprozess erfolgreich angewandt, bringen die so gewonnen Samen relativ zuverlässig feminisierte Nachfahren hervor.

Wichtig (Werbung)

Die Herstellung von feminisierten Hanfsamen ist schwierig und erfordert Erfahrung. Überlass diese Arbeit den Profis. Bei Premium-Seedbanks wie Sensi Seeds, Dutch Passion oder Paradise Seeds kannst du sicher sein, dass deine feminisierten Samen auch wirklich weibliche Hanfpflanzen werden!

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